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Unser Manifest

What The Field?! (WTF?!) ist nicht nur ein Name. Es ist unsere Reaktion auf ein Ernährungssystem, das nicht das priorisiert, was wirklich zählt: faire Preise, widerstandsfähige Ökosysteme, nahrhafte Lebensmittel und eine Zukunft, in der neue Generationen die Landwirtschaft weiterführen können.

Beginnen wir mit Daten.

WTF?!

Dünger

Der Einsatz chemischer Düngemittel ist seit den 1960er Jahren um

300%

gestiegen.

Boden-
degradation

Seitdem hat sich die Bodenqualität so weit verschlechtert, dass

60%

der europäischen Ackerflächen degradiert sind.

Nährstoffe

Essentielle Nährstoffe sind

verloren

gegangen.

Klimawandel

Das Lebensmittelsystem ist verantwortlich für über

30%

der gesamten Emissionen des Klimawandels.

Subventionen

Die EU investierte in den letzen 25 Jahren

1,5 Bill. €

in Agrarsubventionen.

Alter der Landwirte

57%

der Landwirte sind über 55 Jahre alt und es gibt kaum Aussicht auf einen Generationswechsel.

Was jetzt?

Handeln ist besser als Empörung. Je mehr du weißt, desto mehr kannst du tun. Deshalb glauben wir:

Bevor wir handeln, müssen wir verstehen.

What the Field?! ist ein Informationsportal, das die Agrar- und Lebensmittelindustrie durch Journalismus, Recherchen und Daten transparent macht. Ein Ort zum Entdecken und Wiederkommen. Eine lebendige Bibliothek, die zeigt, wie das Lebensmittelsystem wirklich funktioniert und wie es verbessert werden kann.

Zugang über Bezahl-
schranken hinweg.

Kenntnisse über Ernährungssysteme sollten Teil unserer Kultur sein.

What The Field?! wird von CrowdFarming betrieben, einem Unternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, regenerativ- ökologische Landwirtschaft für Landwirte rentabel und für Verbraucher zugänglich zu machen. Dadurch sind alle unsere Inhalte kostenlos und frei zugänglich.

Neugier ist ein Muskel.

Wenn wir uns bei etwas nicht sicher sind, gehen wir zur Quelle. Sei es der Bauernhof, das Labor oder Brüssel.

Unser Ziel ist es, komplexe wissenschaftliche und politische Sachverhalte verständlich und wahrheitsgetreu zu vermitteln. Wir verfallen nicht in Gut-gegen-Böse-Klischees, denn wie so oft im Leben steckt hinter jeder Behauptung eine gewisse Komplexität. Wir scheuen uns nicht, genauer hinzusehen, wo Trends zu Greenwashing werden, und manchmal müssen wir eingestehen, dass wir die Wahrheit nicht vollständig aufklären können.

Unsere besten Quellen:

Wir verbringen viel Zeit auf den Feldern und arbeiten mit einem Netzwerk von mehr als 4.000 Landwirten zusammen, was uns ein tiefes und umfassendes Verständnis dessen ermöglicht, was vor Ort geschieht.

Tiefer graben ...

Landleben

min

Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Landleben

min

Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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