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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Die Stimme deines Landwirts: Hort de Bitem y Xerta


Liebe CrowdFarmer, 

wir hoffen, dass es euch gut geht. Diese Saison war wegen des COVID-19 absolut ungewöhnlich. Wir haben trotz allem, was passiert ist, nicht aufgehört zu arbeiten, um die Ernte zu euch nach Hause schicken zu können. Es freut uns, dass wir euch die Bestellungen trotz der Schwierigkeiten und der Ungewissheit der Ereignisse in der Welt zustellen konnten.

Für uns war dies das erste Jahr, in dem wir uns mit großer Begeisterung an diesem Projekt beteiligt haben und es war eine gute Erfahrung. Wir möchten euch auch weiterhin die Kisten mit unseren Orangen nach Hause schicken und wir glauben, dass dies eine große Chance für beide Seiten ist (ihr bekommt ein Qualitätsprodukt und wir können die Felder mit großer Motivation abernten).

Orangen in einer Kiste

In dieser Saison war es in unserer Gegend viel feuchter als sonst, so dass wir die Zeit ohne Regen nutzen mussten, um die Früchte zu ernten. Die Frucht, von der wir erwartet hatten, dass sie in dieser Saison kleiner sein würde, gewann schließlich an Größe und Saft. Letztendlich hat uns der Regen einen Vorteil auf den Feldern gebracht, da die Bäume viele Mineralien, die im Boden waren, aufgenommen haben und so mehr Kraft in die neue Ernte ging. Auch die Grundwasserleiter des Ebro wurden wiederhergestellt, da sie nach mehreren Jahren ohne solch starke Regenfälle sehr erschöpft waren.

Regen und Sturm auf den Orangenfeldern

Während der Erntezeit gibt es auf den Feldern immer wieder neue Aufgaben zu bewältigen. Wir haben verschiedene Zitrusfrüchte und wenn die Ernte abgeschlossen ist, führen wir zuerst den Boden biologischem Düngemittel zu, schneiden das Unkraut mit Freischneidegeräten, kontrollieren die Bewässerung, beschneiden die Bäume und bekämpfen die Schädlinge. Mit all dieser Arbeit und einigen unvorhergesehenen Situationen, die wir je nach Jahreszeit haben, verbringen wir den größten Teil unserer Zeit auf den Feldern.

Auf einigen Feldern führen wir Projekte zur Verbesserung des Bewässerungssystems mit Hilfe von Solarenergie durch.

Wir geben euch immer gerne Empfehlungen, wie ihr die Früchte am besten aufbewahren könnt, da diese Orangen nicht mit Konservierungsmitteln behandelt werden. Es ist wichtig, die Orangen zu überprüfen, wenn sie bei euch zu Hause ankommen. Manchmal können wir nichts dafür, wenn eine Orange beschädigt ist und das kann die Frucht kaputt machen. Ihr müsst die beschädigten Orangen rechtzeitig entfernen, um zu verhindern, dass sie die anderen anstecken. Ihr solltet die Früchte außerdem immer an einem kühlen, trockenen und belüfteten Ort lagern. 

Von Hort de Bítem und Xerta senden wir euch eine große Umarmung. Wir arbeiten immer mit sehr viel Enthusiasmus daran, die Liefertermine einzuhalten. Immer mehr Menschen schließen sich uns an und bestellen bei uns Orangen. 

JOAQUIN GINE ESPUNY

Geschrieben von Farmers of CrowdFarming

Farmers of CrowdFarming

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Landleben

3 min

Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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