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Veröffentlicht Februar 2026

Nachhaltige Ernährung: Ein Gespräch mit Brent Loken vom WWF

Der WWF, bekannt für sein ikonisches Panda-Emblem, ist die größte Naturschutzorganisation der Welt. Der WWF hat sich zum Ziel gesetzt, ikonische Tierarten wie Pandas, Tiger und Elefanten zu schützen. Inzwischen hat die Organisation ihren Aufgabenbereich jedoch erweitert und beschäftigt sich nun auch mit systemischen Problemen, insbesondere mit solchen, die zum Verlust der biologischen Vielfalt und zur Abholzung der Wälder beitragen, und legt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Lebensmittelsysteme als treibende Kraft.

In dieser Folge sprechen wir mit Brent Loken, dem Global Food Lead Scientist beim WWF, über die komplexen Auswirkungen von Lebensmittelsystemen. Loken ist in fast 100 Ländern für die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Lebensmittel verantwortlich, wobei er den Schwerpunkt auf die Verbindung zwischen Forschung und umsetzbaren Lösungen legt und gleichzeitig die globalen kulinarischen Traditionen berücksichtigt.

Brent bietet einen pragmatischen Ansatz für die Auswahl von Lebensmitteln und empfiehlt mehr pflanzliche Lebensmittel, weniger tierische Produkte, Vollkornprodukte und weniger Zucker, begleitet von einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr mit Wasser. Sein wichtigster Ratschlag lautet, die Verbraucher nicht mit komplexen Nährwertkennzeichnungen zu überfordern, sondern stattdessen klare, handhabbare Empfehlungen zu geben, die gesündere und nachhaltigere Entscheidungen durch Erschwinglichkeit und effektives Marketing attraktiv machen. Obwohl Brent die Vorteile lokaler Lebensmittel in bestimmten Zusammenhängen unterstützt, weist er darauf hin, dass der CO2-Fußabdruck des Transports von Lebensmitteln im Vergleich zur Bedeutung anderer Entscheidungen, wie z. B. einer pflanzlichen Ernährung, häufig nicht ausreichend berücksichtigt wird. Lebensmittelsysteme sind ein komplexes Rätsel, und maßgeschneiderte Lösungen sind unerlässlich.

Das Gespräch befasst sich auch mit der entscheidenden Rolle der Forschung bei der Einbindung von politischen Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit, um einen Wandel in den Lebensmittelsystemen zu bewirken. Die Mission des WWF geht über die Forschung hinaus und zielt darauf ab, komplexe Sachverhalte zu vereinfachen und wissenschaftliche Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger nutzbar zu machen, damit diese wirksame politische Maßnahmen und Regelungen erarbeiten können, die sowohl den Menschen als auch dem Planeten zugute kommen.

Den Anstoß für seine Reise in die Lebensmittelforschung gab die Zusammenarbeit mit indonesischen Gemeinden, bei der er die tiefgreifende Wechselwirkung zwischen Naturschutz und Lebensmittelsystemen entdeckte. Dieses Wissen vermittelt er uns nun in dieser Folge, in der er auch auf die Notwendigkeit weiterer Diskussionen über nachhaltige Ernährung hinweist. Während du dir diese Folge anhörst, empfehlen wir dir, darüber nachzudenken, welche dieser Themen du mit deinen Freunden diskutieren wirst!

https://youtu.be/JSLrmyaIigA



Hat es dir gefallen? Nicht verpassen – du kannst dir die ganze Folge hier ansehen oder sie auf einer beliebigen Audio-Plattform anhören.

Geschrieben von Cristina Domecq

Cristina Domecq

Cristina Domecq ist Head of Impact bei CrowdFarming. Sie agiert dort, wo Management, Landwirtschaft und gesellschaftlicher Dialog aufeinandertreffen – überzeugt davon, dass die Lösungen für ein besseres Ernährungssystem genau an dieser Schnittstelle liegen. Ihr Ziel ist es, eine dauerhafte Verhaltensänderung zu bewirken – eine Mission, die nur erfolgreich sein kann, wenn sowohl die Landwirte als auch die Konsumenten voll und ganz dahinterstehen.

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Regeneration und Wirtschaftlichkeit

# | Dezember 2025

Wir sprechen mit Alessia Lenders, Head of Impact bei SLM Partners, einem führenden Investmentunternehmen, das zeigt, dass ökologische Landwirtschaft und solide finanzielle Ergebnisse miteinander vereinbar sind.Alessias Weg in die regenerative Landwirtschaft begann nicht auf dem Feld, sondern in der traditionellen Finanzwelt. Auf der Suche nach Investitionslösungen, die Biodiversität tatsächlich verbessern könnten, gelangte sie immer wieder zur Landwirtschaft – einer der größten Verursacher ökologischer Schäden, aber auch einer der vielversprechendsten Hebel für positive Veränderungen.Heute verwaltet SLM Partners mehr als 760 Millionen Dollar an Agrar- und Waldflächen in den USA, Australien und Europa. Der Ansatz ist einfach und zugleich transformativ: in Land investieren, mit erfahrenen Landwirten zusammenarbeiten und regenerative Systeme skalieren, die Böden aufbauen, Wasser schützen und langfristige Produktivität sichern.Das erwartet dich in dieser Folge1. Die wirtschaftliche Logik hinter regenerativer LandwirtschaftAlessia erklärt, warum langfristiges, geduldiges Kapital gut zu regenerativen Übergängen passt: gesündere Böden, vielfältigere Einnahmequellen (einschließlich Kohlenstoffprojekten in Australien) und klimaresilientere Betriebe. Regenerative Systeme können die Rentabilität steigern, indem sie Kosten senken, Erträge stabilisieren und Zugang zu Bio- und Premium-Märkten schaffen.2. Warum Investoren sich für Agrarland entscheidenAgrarland entwickelt sich anders als Aktien oder Anleihen und ist daher ein attraktives Diversifizierungsinstrument. SLM bietet zudem Zugang zu regenerativen Betrieben, die langfristig besser abschneiden können als konventionelle Systeme und gleichzeitig einen messbaren ökologischen Nutzen erzielen.3. Die entscheidende Rolle der LandwirteSLMs Modell stellt die Landwirte in den Mittelpunkt. Das Unternehmen arbeitet mit erfahrenen Betrieben zusammen, die sich vergrössern möchten, aber nicht über das Kapital für Landkäufe verfügen. SLM erwirbt das Land, der Landwirt bewirtschaftet es, und beide verpflichten sich zu einer regenerativen Transition, die an den lokalen Kontext angepasst ist.4. Ein klareres Bild durch DatenVon Bodenmikrobiologie über Wassermodellierung bis hin zu Biodiversitätsindikatoren und Kohlenstoffschätzungen sammelt SLM umfangreiche Daten, um Landschaftsveränderungen nachvollziehen zu können. Dadurch können wirtschaftliche Modelle entwickelt werden, die Dürren vorwegnehmen, Wassersicherheit bewerten und ökologische Ergebnisse nachweisen.5. Regenerative Landwirtschaft ist kein EinheitsmodellOb Mandelfelder in Spanien, Grasland in Australien oder Mischbetriebe in den USA – SLM passt regenerative Prinzipien den lokalen Gegebenheiten an. Einige Betriebe streben eine Biozertifizierung an, andere verfolgen einen ergebnisorientierten regenerativen Ansatz.Diese Folge beleuchtet die finanziellen Mechanismen hinter der regenerativen Landwirtschaft so tief wie nie zuvor. Sie zeigt, wie Kapital, Ökologie und Landwirtschaft zusammenwirken können, um ein widerstandsfähigeres Lebensmittelsystem zu schaffen.Wenn du dich je gefragt hast, ob regenerative Landwirtschaft finanziell oder ökologisch wirklich sinnvoll ist, solltest du diese Folge nicht verpassen.

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