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Veröffentlicht Februar 2026

In der regenerativen Landwirtschaft ist Kontext alles.

Ein Gespräch mit Juliana Jaramillo von “Rainforest Alliance”. 

Juliana Armijo leitet die Initiative für regenerative Landwirtschaft der Rainforest Alliance. Einige von euch kennen vielleicht deren Zertifizierung, den grünen Frosch. Wir haben mit ihr über die Leitideen der Rainforest Alliance und ihre persönlichen Ansichten zur regenerativen Landwirtschaft gesprochen. 

Was ist die Rainforest Alliance?

Wie Juliana uns erzählt vergibt die Initiative nicht nur die Zertifizierung. Die gemeinnützige Organisation setzt sich für den auf den Aufbau von Netzwerken ein, zum Erhalt der Wälder und derer biologischen Vielfalt, für den Klimaschutz, zur Förderung von Menschenrechten und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung, die in diesen Gebieten anbaut. Das Ziel ist, eine Welt zu schaffen, in der Mensch und Natur “gemeinsam gedeihen“.

Ist eine Zertifizierung, die keine fairen Preise ausweist, sinnvoll?

Wie Juliana erläuterte, geht es bei dem Ansatz der Rainforest Alliance darum, die Landwirte auf ganzheitliche Weise zu stärken, wobei nicht nur die Marktpreise, sondern auch die Qualität, die Widerstandsfähigkeit der Agrarsysteme und das Wachstum alternativer Geschäftssysteme im Mittelpunkt stehen. Sie verfolgen eine langfristige Perspektive, die über die unmittelbare Steigerung von Gewinnen hinausgeht.

Wie definiert die Rainforest Alliance regenerative Landwirtschaft?

Juliana betonte, dass regenerative Landwirtschaft keine Einheitslösung sei, sondern dass es auf den jeweiligen Gesamtkontext ankomme. Die Strategien müssen an die lokalen Gegebenheiten und Anbaumethoden angepasst werden. 

Trägt die regenerative Landwirtschaft zur Abschaffung oder Reduzierung des Einsatzes von synthetischen Agrochemikalien bei?

Die Rainforest Alliance versteht den Übergang zur regenerativen Landwirtschaft als eine Reise, deren Ausgangspunkt die konventionelle Landwirtschaft ist. Die Etappen dieses Weges sind unterteilt in Effizienz, Umstellung und Umwandlung. Zunächst soll es um die Reduzierung des Einsatzes synthetischer Pflanzenschutzmitteln gehen, dadurch dass man diese gezielter anwendet. Anschließend sollen diese durch nicht synthetische, also ökologische Mittel ersetzt werden. Und schließlich soll das Anbausystem so weit umgestaltet werden, dass keine Pflanzenschutzmittel mehr benötigt werden.  

Wer ist für den Übergang zu einer regenerativen Landwirtschaft verantwortlich?

Juliana betonte die Notwendigkeit einer gemeinsamen Anstrengung, seitens Verbrauchern, Erzeugern, Unternehmen und Regierungen, um den Übergang zu einer regenerativen Landwirtschaft voranzutreiben, indem wirtschaftliche Anreize mit Wissen und Unterstützung in Einklang gebracht werden.

https://www.youtube.com/watch?v=wGnlHSjjqEA



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Geschrieben von Cristina Domecq

Cristina Domecq

Cristina Domecq ist Head of Impact bei CrowdFarming. Sie agiert dort, wo Management, Landwirtschaft und gesellschaftlicher Dialog aufeinandertreffen – überzeugt davon, dass die Lösungen für ein besseres Ernährungssystem genau an dieser Schnittstelle liegen. Ihr Ziel ist es, eine dauerhafte Verhaltensänderung zu bewirken – eine Mission, die nur erfolgreich sein kann, wenn sowohl die Landwirte als auch die Konsumenten voll und ganz dahinterstehen.

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40 min

Regeneration und Wirtschaftlichkeit

# | Dezember 2025

Wir sprechen mit Alessia Lenders, Head of Impact bei SLM Partners, einem führenden Investmentunternehmen, das zeigt, dass ökologische Landwirtschaft und solide finanzielle Ergebnisse miteinander vereinbar sind.Alessias Weg in die regenerative Landwirtschaft begann nicht auf dem Feld, sondern in der traditionellen Finanzwelt. Auf der Suche nach Investitionslösungen, die Biodiversität tatsächlich verbessern könnten, gelangte sie immer wieder zur Landwirtschaft – einer der größten Verursacher ökologischer Schäden, aber auch einer der vielversprechendsten Hebel für positive Veränderungen.Heute verwaltet SLM Partners mehr als 760 Millionen Dollar an Agrar- und Waldflächen in den USA, Australien und Europa. Der Ansatz ist einfach und zugleich transformativ: in Land investieren, mit erfahrenen Landwirten zusammenarbeiten und regenerative Systeme skalieren, die Böden aufbauen, Wasser schützen und langfristige Produktivität sichern.Das erwartet dich in dieser Folge1. Die wirtschaftliche Logik hinter regenerativer LandwirtschaftAlessia erklärt, warum langfristiges, geduldiges Kapital gut zu regenerativen Übergängen passt: gesündere Böden, vielfältigere Einnahmequellen (einschließlich Kohlenstoffprojekten in Australien) und klimaresilientere Betriebe. Regenerative Systeme können die Rentabilität steigern, indem sie Kosten senken, Erträge stabilisieren und Zugang zu Bio- und Premium-Märkten schaffen.2. Warum Investoren sich für Agrarland entscheidenAgrarland entwickelt sich anders als Aktien oder Anleihen und ist daher ein attraktives Diversifizierungsinstrument. SLM bietet zudem Zugang zu regenerativen Betrieben, die langfristig besser abschneiden können als konventionelle Systeme und gleichzeitig einen messbaren ökologischen Nutzen erzielen.3. Die entscheidende Rolle der LandwirteSLMs Modell stellt die Landwirte in den Mittelpunkt. Das Unternehmen arbeitet mit erfahrenen Betrieben zusammen, die sich vergrössern möchten, aber nicht über das Kapital für Landkäufe verfügen. SLM erwirbt das Land, der Landwirt bewirtschaftet es, und beide verpflichten sich zu einer regenerativen Transition, die an den lokalen Kontext angepasst ist.4. Ein klareres Bild durch DatenVon Bodenmikrobiologie über Wassermodellierung bis hin zu Biodiversitätsindikatoren und Kohlenstoffschätzungen sammelt SLM umfangreiche Daten, um Landschaftsveränderungen nachvollziehen zu können. Dadurch können wirtschaftliche Modelle entwickelt werden, die Dürren vorwegnehmen, Wassersicherheit bewerten und ökologische Ergebnisse nachweisen.5. Regenerative Landwirtschaft ist kein EinheitsmodellOb Mandelfelder in Spanien, Grasland in Australien oder Mischbetriebe in den USA – SLM passt regenerative Prinzipien den lokalen Gegebenheiten an. Einige Betriebe streben eine Biozertifizierung an, andere verfolgen einen ergebnisorientierten regenerativen Ansatz.Diese Folge beleuchtet die finanziellen Mechanismen hinter der regenerativen Landwirtschaft so tief wie nie zuvor. Sie zeigt, wie Kapital, Ökologie und Landwirtschaft zusammenwirken können, um ein widerstandsfähigeres Lebensmittelsystem zu schaffen.Wenn du dich je gefragt hast, ob regenerative Landwirtschaft finanziell oder ökologisch wirklich sinnvoll ist, solltest du diese Folge nicht verpassen.

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