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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Doña Ana und die Nutzung natürlicher Ressourcen

Lieber CrowdFarmer, 

ich heiße María Luisa Henríquez und von der Finca Doña Ana aus möchten wir dir für dieses unglaubliche erste Jahr danken, das wir zusammen bei CrowdFarming verbracht haben. Während der letzten Erntekampagne haben wir Tag für Tag gearbeitet, um die Früchte genau in dem Moment zu pflücken, in dem du bei uns deine Bestellung aufgegeben hast, damit sie perfekt von unseren Bäumen auf deinen Tisch gelangen.

Bei Doña Ana haben sich in diesem ersten gemeinsamen Jahr viele und zwar sehr gute Dinge ereignet. Wir befinden uns weiterhin im Umstellungsprozess auf biologischen Landbau und verwenden deswegen seit zwei Jahren keinerlei chemische Mittel zur Pflege und Behandlung unserer Bäume, um sie vor Schädlingen zu schützen. Dies ist beinahe schon handwerkliche Arbeit, auf die wir trotz der grossen Mühe, die sie für unser Team auf dem Feld bedeutet, sehr stolz sind.

Paco Sánchez, meine rechte Hand bei diesen Aufgaben, steht jeden Morgen auf, um kurz vor Sonnenaufgang auf der Finca zu sein und die Obsternten während der Saison zu organisieren (November bis Mai) und jetzt, da der Sommer kommt, wacht er über unsere Bäume, damit alles den gewohnten Gang geht. 

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Eine der Aufgaben, auf die wir auf unserer Finca besonders Wert legen, ist, neben dem Schutz der Umwelt, das Streben nach Nachhaltigkeit bei der Nutzung der uns zur Verfügung stehenden natürlichen Ressourcen. Das Wasser ist ein knappes Gut in unserer Gegend und stellt uns jeden Tag vor gigantische Herausforderungen. Darum sind auch die Investitionen in die Tropfbewässerungssysteme und der Einsatz von Regenwasser, das wir in den beiden Becken im oberen Teil der Finca auffangen, so wichtig. Die großartigen Ergebnisse sind die Mühe wert. Dies ist der Weg, den wir für notwendig halten, um das bestmögliche Produkt anbieten zu können.

Finca Doña Ana



Du kannst jetzt bereits einen Orangen-, Mandarinen- oder Clementinenbaum adoptieren, um dir deine Ernte der nächsten Saison zu sichern.

Wir geben uns während der Saison immer sehr viel Mühe, damit die Ernte so natürlich bleibt, wie sie uns die Natur schenkt, um sie dann mit dem ganzen einzigartigen Geschmack und den einmaligen Aromen unbehandelter Früchte zu dir nach Hause schicken zu können. Es war für uns alle eine Anstrengung, uns an diesen neuen Rhythmus zu gewöhnen, aber wir haben es geschafft und sind super stolz auf die Ergebnisse und freuen uns über die Kommentare, die ihr uns geschickt habt, nachdem die Ernte der Finca Doña Ana bei euch zu Hause eingetroffen ist. Wir hoffen, dass ihr uns auch in der nächsten Saison euer Vertrauen schenkt, damit die Früchte direkt von unseren Bäumen auf eure Tische kommen.

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In den nächsten Monaten konzentrieren wir uns auf die Feldarbeit und mit deiner Hilfe als CrowdFarmer können wir in unsere Bäume investieren, damit wir zur Erntezeit deine Kiste mit Obst direkt zu dir nach Hause schicken können.

Vielen Dank für deine Unterstützung!

María Luisa Henríquez Santana – Finca Doña Ana 

Geschrieben von Farmers of CrowdFarming

Farmers of CrowdFarming

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Landleben

3 min

Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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2 min

Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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2 min

Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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