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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Die Stimme deines Landwirts: Ferme Aozteia

Egun on * Liebe/r Crowdfarmer/in, 

ich melde mich bei dir, um dir zunächst dafür zu danken, dass du uns bei diesem großartigen Abenteuer unterstützt hast.

Zuerst möchte ich dir die Neuigkeiten unserer Schafe mitteilen; nach der Phase des Melkens und der Herstellung von unserem Käse folgt jetzt eine fünfmonatige Periode wohlverdiente Ruhe für unsere Schafe! Unsere Schafe haben den ganzen, sehr sonnigen Sommer über das frische Gras in den Bergen abgeweidet. Ein wahres Paradies für sie, das wir mit ihnen teilen durften.

Im Herbst ändert sich das Wetter. Die Nächte werden kühler und das Gras wird knapper, was bedeutet, dass es Zeit ist, auf die grasbewachsenen Wiesen und in den Schafstall zurückzukehren. Während dieses Winters haben die jüngsten Lämmer begonnen, ihre Ankunft mit Blöken anzukündigen.

Zum Glück arbeiten wir zu dritt auf dem Familienbetrieb: ich selbst, Christelle, meine Partnerin, und Cécile, unsere Saisonarbeiterin seit zwei Jahren. Sie ist eine wertvolle Verstärkung, die uns jeden Tag beim Melken und bei der Herstellung unserer Käsesorten während der langen Monate der Reifung hilft. Neben dem Wohlergehen unserer Tiere ist es unser Ziel, immer die beste Qualität unserer Käsesorten anzubieten. 

Sébastien Astabie, seine beiden Kinder und seine Frau, an eine Absperrung gelehnt

Unsere Tage sind sehr intensiv. Sie beginnen um 6:00 Uhr morgens mit dem Melken, dann verarbeiten wir die heiße Milch direkt zu Käse, indem wir die verschiedenen Phasen der bäuerlichen Käseproduktion „PDO OSSAU-IRATY“ einhalten, beginnend mit der ganzen Rohmilch: Lab, Dicklegen, Bruchschneiden, Abtrennen, Formen, dann drei Stunden lang Pressen. Am nächsten Tag müssen die Käselaibe gesalzen werden und am dritten Tag kommen sie schließlich für mehrere Monate in den Reifekeller. Die Aufsicht und Pflege geht weiter, da jeder Käse jede Woche gewendet und leicht geschrubbt werden muss.

Schafskäse auf einem Regal

Die Mutterschafe haben Appetit; nach dem Melken profitieren sie von einer guten Heumahlzeit, während sie auf die ersten Sonnenstrahlen warten, um den auf dem Gras abgelagerten Tau zu entfernen. Von 11:00 Uhr bis 16:00 Uhr grasen die Schafe auf den Wiesen. In dieser Zeit müssen wir den Schafstall vorbereiten, das schöne Stroh auf der Weide verteilen und Heu in die Tränke legen. Wenn alles fertig ist, können die Mutterschafe zum abendlichen Melken wieder nach Hause kommen.

Ein Schaf mit Hörnern

Als France 2 bei uns zu Gast war: Was für eine Überraschung und Ehre für uns und unsere Schafe, von unserer einzigartigen Erfahrung erzählen zu können, die zeigt, wie sehr die Solidarität zwischen Crowdfarmern und Farmer Früchte trägt. Ein echter Erfolg, auch dank euch! Wir würden uns deshalb sehr freuen, dich in dieser neuen Saison mit den neuen AOP-Ossau-Itray-Käsen, die immer so gut sind, bei uns begrüßen zu dürfen.

Meine zahlreichen Schafe und ich freuen uns auf deinen Besuch auf unserer Finca, wenn es wieder möglich ist. Bis dahin schicke ich dir meine liebsten Grüße.

Bis bald 

Sébastien Astabie , Finca Aozteia           

*Egun on: „Guten Tag” auf Baskisch

Du kannst deine Adoption über dein Benutzerkonto verlängern, um das Produkt erneut in der kommenden Saison zu erhalten. 

Geschrieben von Farmers of CrowdFarming

Farmers of CrowdFarming

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Landleben

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Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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