1. Home
  2. /
  3. Auswirkung
  4. /
  5. Entdecke die regenerative Landwirtschaft… (II)

Entdecke die regenerative Landwirtschaft… (II)

Beim Thema regenerative Landwirtschaft sollte man nicht nur bei der Theorie bleiben… also haben wir eine Exkursion organisiert!

4 Tage lang begaben wir uns auf die Entdeckung verschiedener Projekte, die sich derzeit in Spanien entwickeln. Wir brachten eine Gruppe von Enthusiasten der nachhaltigen Landwirtschaft für eine Exkursion durch die Regionen Murcia und Granada zusammen, und in diesem Artikel möchte ich euch einige dieser Projekte vorstellen.

Mehrere Personen gehen durch das regenerative Feld

Erste und zweite Station – Bullas, Murcia – Ein “regenerativer Imker” und ein lokaler Bioladen

Mehrere Personen sprechen auf dem regenerativen Feld

Wir begannen unsere Reise in der Stadt Bullas (Murcia), wo wir von Miguel Campoy empfangen wurden. Er ist ein junger Imker und Liebhaber des Lebens, der uns in der “Ecotienda la Artesa” seine Arbeit vorgestellt hat. Es handelt sich um ein ökologisches und soziales Zentrum, in dem du lokale Produkte und heimische Sorten finden kannst. Nach und nach füllen sich die Regale des lokalen Bauernladens mit spannenden Produkten von verschiedenen Landwirten. Die Landwirte haben nun einen Ort gefunden, wo sie heute ihre “fast vergessenen” lokalen Produkte verkaufen können.

Ein Permakultur-Garten
Permaculture garden in Bullas

Danach hat er uns seinen kleinen, geheimen Rückzugsort neben der Rambla del Aceniche gezeigt. In seiner Kleinod der Biodiversität blühen Mandelbäume, Obstbäume, Artischocken und die gesamte heimische Flora des Gegend. Der Boden wurde seit vielen Jahren nicht mehr bearbeitet, was wir feststellen konnten, als wir begannen, ein Bodenprofil zu graben. Nach der Honigverkostung mit Miguel machten wir uns auf den Weg zur nächsten Station. Als wir aufbrachen, verabschiedete uns ein wunderschöner Sonnenuntergang bevölkert von Bienen, die in ihre Bienenstöcke zurückkehrten.

Eine Landschaft mit Bäumen mit grünen und weißen Blättern
Regenerative agriculture alive – Miguel’s mixed orchard with integrated beekeeping – in Bullas
Ein Regeneratives Feld mit Wildkräutern und einer Schaufel
Regenerative agriculture alive – Digging soil profiles and checking on soil organic matter – in Bullas
Ein Mann untersucht einen Bienenstock
Regenerative apiculture: beekeeping

Dritte Station – Regenerations-Akademie – ein Ort des Lernens und des Austauschs

Mehrere Personen inspizieren das regenerative Feld

In weniger als einer Stunde erreichten wir die Finca La Junquera, wo die “Regeneration Academy” ihren Sitz hat. Diese Akademie wurde vor einigen Jahren mit einer klaren Idee gegründet: Bildung ist laut ihrer Überzeugung das stärkste Instrument zur Förderung des Wandels und der regenerativen Landwirtschaft.

Ein See in einem regenerativen Feld

Hier hatten wir die Gelegenheit, die Geheimnisse der Finca La Junquera von Jacobo Monereo, einem der Lehrer der Akademie, zu entdecken. Die Finca ist der perfekte Übungsplatz, um die mit den Studenten entwickelten Projekte zu starten. Studenten aus verschiedenen Ländern kommen hierher, um mehrmonatige Kurse zu belegen und während ihres Studiums praktische Arbeiten zu verrichten. Darüber hinaus werden das ganze Jahr hindurch Kurse über unternehmerisches Handeln in der Landwirtschaft angeboten, die sich mit Themen wie Marketing oder der Verkaufskanälen befassen.

Grüne Pflanzen, die in erodierten Böden wachsen

AlVeLal und die 4 Returns

Auf der Finca La Junquera lernten wir auch die Arbeit des Vereins AlVeLal kennen. Dieser Verband setzt sich aus zahlreichen Landwirten aus Murcia, Almeria und Granada zusammen, die nach 4 Prinzipien, den “4 Returns” (=Renditen), arbeiten:

Rendite in Form von Inspiration für die Arbeit der Landwirte
Rendite in Form des in der Landwirtschaft eingesetzten Sozialkapitals
Rendite in Form von Finanzkapital
Rendite in Form von Naturkapital

Die Grundsätze der AlVelAl-Vereinigung

Quelle: Commonland, the 4 returns

Der Farmer Miguel Martínez Pozo, ein Mitglied unserer CrowdFarming-Familie, gehört dieser Vereinigung an. Auf seiner Finca, dem “Entredicho“, unterscheidet sich seine Walnussbaum-Finca schon lange von den anderen, denn zwischen den Walnussbäumen sieht man Schafe, die das ganze Jahr über weiden, Unkraut entfernen und das Land düngen. Dadurch wird die Bodenbearbeitung vermieden und die Bodenerosion verringert, während gleichzeitig CO2 aus der Atmosphäre gespeichert wird.

Drei Personen beobachten die Pflanzung der Walnussbäume auf dem regenerativen Feld

References 

AlveLal [Online] at: <https://alvelal.wixsite.com/website-6> [Accessed in June 2020]
Commonland, [Online] at: <https://www.commonland.com/4-returns/> [Accessed in June 2020]
Regeneration Academy, [Online] at: <https://www.regeneration-academy.org/?locale=en>[Accessed in June 2020]
Regeorganic, [Online] at: <https://regenorganic.org/> [Accessed in June 2020]


Achtung: Dieser Artikel hat einen ersten Teil, in dem wir alles erklären, was man über die regenerative Landwirtschaft wissen muss.

Höre dir unseren Podcast an

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

What The Field?! Folge 11: Heura und der Aufstieg des Flexitarismus

Bernat Añaños Martinez ist Chief Social Movement Office und Mitbegründer von Heura Foods, einem Unternehmen, das pflanzliche Fleischprodukte mit mediterranem Anstrich herstellt.  Die Motivation, die ihn und die Mitarbeiter von...

04 Oktober 2022

Wir sind kein konsumentenorientiertes Unternehmen

Das Schlimmste, was man seinen Kollegen, Investoren oder Kunden sagen kann, wenn man ein Unternehmen leitet, ist, dass man nicht  konsumentenorientiert ist. Unternehmen (insbesondere solche, die online verkaufen) sind davon...

08 September 2022

Waldbrände in Europa

Als europäische Bauern oder als Menschen, die eng mit den Landwirten zusammenarbeiten, können wir die Tatsache nicht ignorieren, dass unser Kontinent buchstäblich in Flammen aufgeht. Portugal, Spanien, Frankreich und Griechenland...

12 August 2022

This site is registered on wpml.org as a development site.