What The Field?!
Podcast

Gibt es eine ethische Art, Fleisch zu produzieren?
# | Februar 2026
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Regeneration und Wirtschaftlichkeit
# | Dezember 2025
Wir sprechen mit Alessia Lenders, Head of Impact bei SLM Partners, einem führenden Investmentunternehmen, das zeigt, dass ökologische Landwirtschaft und solide finanzielle Ergebnisse miteinander vereinbar sind. Alessias Weg in die regenerative Landwirtschaft begann nicht auf dem Feld, sondern in der traditionellen Finanzwelt. Auf der Suche nach Investitionslösungen, die Biodiversität tatsächlich verbessern könnten, gelangte sie immer wieder zur Landwirtschaft – einer der größten Verursacher ökologischer Schäden, aber auch einer der vielversprechendsten Hebel für positive Veränderungen. Heute verwaltet SLM Partners mehr als 760 Millionen Dollar an Agrar- und Waldflächen in den USA, Australien und Europa. Der Ansatz ist einfach und zugleich transformativ: in Land investieren, mit erfahrenen Landwirten zusammenarbeiten und regenerative Systeme skalieren, die Böden aufbauen, Wasser schützen und langfristige Produktivität sichern. Das erwartet dich in dieser Folge 1. Die wirtschaftliche Logik hinter regenerativer Landwirtschaft Alessia erklärt, warum langfristiges, geduldiges Kapital gut zu regenerativen Übergängen passt: gesündere Böden, vielfältigere Einnahmequellen (einschließlich Kohlenstoffprojekten in Australien) und klimaresilientere Betriebe. Regenerative Systeme können die Rentabilität steigern, indem sie Kosten senken, Erträge stabilisieren und Zugang zu Bio- und Premium-Märkten schaffen. 2. Warum Investoren sich für Agrarland entscheiden Agrarland entwickelt sich anders als Aktien oder Anleihen und ist daher ein attraktives Diversifizierungsinstrument. SLM bietet zudem Zugang zu regenerativen Betrieben, die langfristig besser abschneiden können als konventionelle Systeme und gleichzeitig einen messbaren ökologischen Nutzen erzielen. 3. Die entscheidende Rolle der Landwirte SLMs Modell stellt die Landwirte in den Mittelpunkt. Das Unternehmen arbeitet mit erfahrenen Betrieben zusammen, die sich vergrössern möchten, aber nicht über das Kapital für Landkäufe verfügen. SLM erwirbt das Land, der Landwirt bewirtschaftet es, und beide verpflichten sich zu einer regenerativen Transition, die an den lokalen Kontext angepasst ist. 4. Ein klareres Bild durch Daten Von Bodenmikrobiologie über Wassermodellierung bis hin zu Biodiversitätsindikatoren und Kohlenstoffschätzungen sammelt SLM umfangreiche Daten, um Landschaftsveränderungen nachvollziehen zu können. Dadurch können wirtschaftliche Modelle entwickelt werden, die Dürren vorwegnehmen, Wassersicherheit bewerten und ökologische Ergebnisse nachweisen. 5. Regenerative Landwirtschaft ist kein Einheitsmodell Ob Mandelfelder in Spanien, Grasland in Australien oder Mischbetriebe in den USA – SLM passt regenerative Prinzipien den lokalen Gegebenheiten an. Einige Betriebe streben eine Biozertifizierung an, andere verfolgen einen ergebnisorientierten regenerativen Ansatz. Diese Folge beleuchtet die finanziellen Mechanismen hinter der regenerativen Landwirtschaft so tief wie nie zuvor. Sie zeigt, wie Kapital, Ökologie und Landwirtschaft zusammenwirken können, um ein widerstandsfähigeres Lebensmittelsystem zu schaffen. Wenn du dich je gefragt hast, ob regenerative Landwirtschaft finanziell oder ökologisch wirklich sinnvoll ist, solltest du diese Folge nicht verpassen.
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Gesunde Böden, gesunde Menschen
# | Oktober 2025
Unser Gast ist Raiza Rezende, Mitgründerin von RHEA — Regenerative Healthcare European Association, einer Organisation, die Bildung, Forschung und Politik verbindet, um Landwirtschaft und Gesundheit zu vernetzen. In dieser Folge wird untersucht, wie Anbaumethoden die Nährstoffqualität von Lebensmitteln beeinflussen – und was nötig wäre, damit dieses Wissen im Gesundheitswesen wirklich genutzt wird. Inhalt der Folge: Warum Bodengesundheit und menschliche Gesundheit zusammenhängen. Wir sprechen über das One-Health-Konzept – die Idee, dass die Gesundheit von Böden, Pflanzen, Tieren und Menschen miteinander verbunden ist, u. a. über das Mikrobiom. Brücken zwischen Landwirtschaft und Gesundheitswesen. Die Kernaufgabe von RHEA ist es, den Gesundheitssektor (Ärzte, Krankenhäuser, Ernährungsfachkräfte) mit der Landwirtschaft zu verbinden. Stand der Wissenschaft. Nährstoffdichte ist ein junges Feld; die Evidenz wächst, ist aber uneinheitlich. Wir diskutieren mehrjährige, ergebnisorientierte Studien und warum Ergebnisse differenziert gelesen werden sollten. „Nährstoffdichte“ sachlich messen. Von Laboranalysen bis zu kulturspezifischen Referenzen (Tomaten mit Tomaten) und warum das Stichprobendesign wichtiger ist als nur Worte.
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Unsere Lebensmittelauswahl
# | August 2025
Wir spreche mit Sabine Bonnot, Präsidentin von Planet-score, darüber, wie ihr Kennzeichnungssystem den Verbrauchern hilft, die Umweltauswirkungen ihrer Einkäufe besser zu verstehen – und warum manche Informationen wichtiger sind als andere. Basierend auf Untersuchungen in Supermärkten in ganz Europa erklärt Sabine, warum Käufer vereinfachten, aggregierten Bewertungen misstrauen und wie Transparenz zu Themen wie Pestizideinsatz, Biodiversität, Tierwohl und Produktionsmethoden zu nachhaltigeren Kaufentscheidungen führen kann. Sabine gibt Einblicke in: Warum der Klimaschutz bei der Kaufentscheidung für Lebensmittel oft eine geringere Rolle spielt Wie detaillierte Labels zu naturfreundlicheren landwirtschaftlichen Praktiken beitragen können Die Rolle klarer Kommunikation beim Aufbau von Vertrauen zwischen Landwirt und Verbraucher Jetzt auf deiner Lieblingsplattform oder direkt über diesen Link anhören:
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Regenerativ durch Design
# | Juli 2025
In dieser Folge sprechen wir mit Reniera O’Donnell, Leiterin des Lebensmittelprogramms bei der Ellen MacArthur Foundation, über die Kraft des Food Designs – und darüber, was es bedeutet, unser Lebensmittelsystem wirklich von Grund auf neu zu denken.Wir tauchen ein in die Big Food Redesign Challenge, eine Initiative, die Lebensmittelunternehmen dazu einlädt, ihre Produkte radikal neu zu gestalten – basierend auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Was passiert, wenn man regenerative Denkweisen nicht nur auf dem Feld, sondern auch in Innovationslaboren, bei der Zutatenwahl und im Supermarktregal anwendet? Reniera gibt spannende Einblicke: Wie gutes Food Design Biodiversität und Bodengesundheit fördern kann Warum Vielfalt bei Zutaten entscheidend für eine zukunftsfähige Lieferkette ist Was es braucht, um Produkte auf den Markt zu bringen, die „für ein Gedeihen der Natur“ entworfen wurden Hör jetzt auf deiner Lieblingsplattform rein oder direkt über diesen Link:
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Kein Vogel zwitschert mehr
# | Juni 2025
Wir sprechen mit Ariel Brunner, Regionaldirektor von BirdLife International, darüber, warum der dramatische Rückgang der Vogelpopulationen in Europa nicht nur eine Tragödie für Naturliebhaber ist, sondern auch ein Warnsignal für die Zukunft unserer Ernährungssysteme. Mit jahrzehntelanger Erfahrung im Naturschutz erklärt Ariel, wie die industrielle Landwirtschaft die Biodiversität – insbesondere bei Feldvögeln – massiv geschädigt hat, und wie ein Umdenken in unserer Art zu wirtschaften, zu konsumieren und uns politisch zu organisieren die Wende bringen könnte. Vom Verschwinden der Mehlschwalben in Südspanien bis zur weltweiten Ausbreitung von Monokulturen beleuchten wir, warum unser aktuelles Lebensmittelsystem ökologisch nicht tragfähig ist.Doch es ist nicht nur eine Geschichte des ökologischen Niedergangs. Ariel gibt auch greifbare Hoffnungsschimmer: kooperative Projekte wie Olivares Vivos, die die Artenvielfalt in Olivenhainen wiederherstellen, und Ideen, wie auch Stadtbewohner ohne Garten Platz für Vögel schaffen können.
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Landwirte sichtbar machen
# | Mai 2025
Wir sprechen mit Analisa Winther, Mitbegründerin von Top 50 Farmers, über die Bedeutung, die Menschen hinter unserem Essen zu würdigen und zu feiern. Analisa gibt Einblicke, wie Sichtbarkeit die Landwirtschaft verändern kann und warum sie für die Zukunft der regenerativen Landwirtschaft entscheidend ist. Wir sprechen über: Die Mission von Top 50 Farmers und ihre Wirkung auf die Landwirtschaftsgemeinschaft. Wie mehr Sichtbarkeit politischen Einfluss, neue Märkte und stärkere Gemeinschaften schaffen kann. Warum der Weg zu mehr regenerativer Landwirtschaft bei deinem Lieblingsbauern beginnt. Begleitet uns, wenn wir zeigen, dass Bauern berühmt zu machen keine bloße Idee ist – sondern ein notwendiger Schritt in Richtung einer regenerativen und vernetzten Lebensmittelzukunft.
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Wahre Kosten unserer Lebensmittel
# | April 2025
Wir sprechen mit Pietro Galliani von True Price und dem Impact Institute über das Konzept des True Cost Accounting – was es ist, warum es wichtig ist und wie es unsere Sicht auf Lebensmittel komplett verändern kann: Umweltschäden, unterbezahlte Landwirt:innen und soziale Ungleichheiten, die auf keinem Etikett stehen. Wir sprechen oft über faire Preise. Aber was wäre, wenn wir dir sagen würden, dass das Preisschild auf deinem Essen dich anlügt? Außerdem sprechen wir darüber, wie Unternehmen und Verbraucher:innen anfangen können, die „True Price Gap“ zu schließen – ohne darauf zu warten, dass jemand anderes das System repariert. Denn echter Wandel beginnt nicht im Konferenzraum. Er beginnt an der Kasse. Jetzt reinhören und erfahren: Warum „billige“ Lebensmittel eigentlich gar nicht billig sind Wie True Pricing echte Lösungen finanzieren kann Was regenerative Landwirt:innen und Verbraucher:innen tun können, um das System zu verändern Bereit, dich nicht länger von falschen Preisschildern täuschen zu lassen?
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Große Marken, große Versprechen
# | März 2025
Wir sprechen mit Bastien Sachet, CEO von Earthworm, darüber, ob große Unternehmen wirklich halten, was sie in Sachen regenerativer Landwirtschaft versprechen – oder ob sie nur auf der “Nachhaltigkeitswelle” mitreiten. Earthworm ist eine global agierende Non-Profit-Organisation mit Fokus auf Wirkung. Sie arbeitet vor Ort an skalierbaren Lösungen, damit Mensch und Natur gemeinsam gedeihen können. Der Ursprung? Nestlés Entwaldungsstopp-Versprechen – ein Beispiel dafür, dass echte Veränderungen möglich sind, wenn Unternehmen sich wirklich verpflichten. Eine zentrale Erkenntnis: Es geht nicht um das Unternehmen, sondern um die Menschen Bastien erinnert uns daran: Unternehmen selbst verändern sich nicht – es sind die Menschen darin, die den Wandel vorantreiben. Oft beginnt nachhaltiges Engagement in Konzernen mit einer einzelnen Person, die entschlossen für bessere Praktiken kämpft. Viele Unternehmen reden gerne über Bodengesundheit, aber nur wenige handeln auch entsprechend. Landwirte brauchen finanzielle Unterstützung, langfristige Sicherheit und bessere Werkzeuge, um Fortschritte zu messen – doch genau daran scheitert es bei den meisten Nachhaltigkeitsverpflichtungen. Oft setzen Unternehmen Maßnahmen erst um, wenn sie unter öffentlichem Druck stehen, rechtliche Risiken drohen oder ihre Lieferketten gestört werden (z. B. Nestlés Palmöl-Skandal mit Greenpeace). Warum Bodengesundheit das nächste große Thema ist Jenseits der CO₂-Bilanzen könnte regenerative Landwirtschaft die Lebensmittelqualität revolutionieren. Gesündere Böden könnten nährstoffreichere Lebensmittel hervorbringen – ein überzeugendes Argument für Unternehmen, endlich in die Regeneration der Böden zu investieren.Sind die größten Marken der Welt wirklich bereit, sich die Hände schmutzig zu machen? Hör rein in die neueste Episode von What The Field?! und erfahre von Bastien, worauf es wirklich ankommt!
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