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Rezepte

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Veröffentlicht März 2026

Saisonales Obst und Gemüse haltbar machen

Der Herbst ist da und damit auch eine große Menge an regionalen Obst und Gemüse Sorten. Gerade jetzt ist das Angebot so vielfältig, dass es sich lohnt einiges davon in Weck-Gläsern haltbar zu machen, um sich auch in den kalten Wintermonaten weiterhin regional und abwechslungsreich ernähren zu können. Wir zeigen dir wie du mit einfachen Mitteln Walnüsse, Blumenkohl, Pflaumen und Kürbis zu echten Delikatessen in deinem Vorratsschrank verarbeiten kannst. 

 

Die richtige Hygiene und Aufbewahrung

Ganz egal, ob du dein Obst und Gemüse mit Zucker, Essig oder Salz haltbar machen willst, gilt es dabei auf absolute Hygiene und Sauberkeit zu achten. Nur dann wird es dir gelingen, leckere Ergebnisse zu erzielen. Deine Weck-Gläser müssen vor dem Gebrauch unbedingt mit heißem Wasser ausgespült werden. Denke auch daran alle anderen Küchenhelfer, die mit den Lebensmitteln in Berührung kommen, vorher mit heißem Wasser zu reinigen (Gummiring, Deckel, Messer, Schüsseln). 

Zum Haltbarmachen solltest du nur frisches Obst und Gemüse verwenden, das keine Druckstellen oder Flecken aufweist. Falls du doch mal eine Stelle entdeckst, einfach großzügig mit dem Messer wegschneiden. Bevor du die Lebensmittel dann weiterverarbeitest solltest du sie unbedingt gründlich putzen und waschen. 

Deine gefüllten Weck-Gläser solltest du an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort aufbewahren.  

 

Walnussbutter

Walnüsse können schnell ranzig werden. Um das zu Verhindern kann man sie hervorragend zu einer nach Thymian duftenden Butter verarbeiten. Diese schmeckt besonders lecker auf einer Scheibe frisch gebackenem Sauerteigbrot aber auch zu Nudeln oder einem Stück Käse.

Du brauchst:

250 g weiche, gesalzene Butter

100 g Walnusskerne

8 Stiele Thymian 

1 Knoblauchzehe

Pfeffer

 

So geht’s: 

Die Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne anrösten. Die Knoblauchzehe schälen und fein hacken. Die Thymianblätter vom Stiel abzupfen und ebenfalls kurz hacken. Alle Zutaten miteinander vermischen. Aus der Masse kleine Kugeln formen und diese vorsichtig in Backpapier einwickeln. In der Tiefkühltruhe aufbewahren.

Die Butter muss innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden. Dazu einfach kleine Stücke aus dem Gefrierfach nehmen und im Kühlschrank auftauen lassen. 

 

Blumenkohl Pickles

Es müssen nicht immer Gurken sein, die in Essig eingelegt werden. Auch andere Gemüsesorten wie Kohlrabi, Blumenkohl oder Möhren schmecken eingelegt in einem Sud aus Essig, Salz, Zucker und Gewürzen einfach köstlich. So zubereitet bieten sie geschmacklich eine tolle Ergänzung auf einem Sandwich oder können als Beilage zu verschiedenen Fleischgerichten gereicht werden. 

Für 2 Gläser á 250 ml brauchst du: 

1 großen Kopf Blumenkohl oder Romanesco

300 ml Apfelessig

250 ml Wasser

80 g Zucker

3 Lorbeerblätter

1 Esslöffel Pfeffer und rosa Beere

1 EL Salz 

 

So geht’s: 

Den Blumenkohl putzen, waschen und in Röschen teilen. Diese zwei Minuten lang in einem Topf mit kochendem Wasser und einem Schuss Essig blanchieren. Sofort in eine Schüssel mit Eiswasser tauchen. Anschließend auf einem sauberen Tuch trocken tupfen. Essig, Wasser, Zucker und Gewürze in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Die Röschen in die zuvor abgekochten Gläser geben und mit dem Kochenden Essigwasser aufgießen, bis alles bedeckt ist. Das Glas fest verschließen und warten bis es vollständig abgekühlt ist. 

Die Blumenkohl Pickles solltest du innerhalb von drei Monaten verbrauchen. Nach dem Öffnen ist es am Besten, sie im Kühlschrank aufzubewahren.

 

Eingelegte Pflaumen

Im Herbst schmeckt der klassische Pflaumenkuchen als Hefe- oder Rührteig mit Streuseln und Sahne besonders gut. Damit du dir diesen herrlichen Geschmack aber auch in den kalten Wintermonaten bewahren kannst, empfehlen wir dir, ein paar dieser aromatischen Früchte mit etwas Zucker und Gewürzen haltbar zu machen. Du wirst dich freuen, wenn du dir deine Pfannkuchen an einem kalten Wintertag, mit selbst eingelegten Pflaumen versüßen kannst. 

 

Du brauchst: 

1,4 Kilo Pflaumen 

900 ml Wasser

100 Gramm Zucker (Rohrrzucker)

Du kannst die Pflaumen auch mit Vanille, Sternanis, Zimt oder Kardamom verfeinern. Hierfür würdest du dann folgende Maße verwenden: 3 TL Zimt, 3 Nelken, 2 Sternanis, 1/2 TL Kardamom, 2 Messerspitzen Vanille 

 

So geht’s: 

Die Pflaumen gründlich waschen und die Kerne herausschneiden. Matschige Stellen auch unbedingt herausschneiden. Die Pflaumen mit allen anderen Zutaten  in einen großen Kochtopf geben und kurz aufkochen lassen. Koche die Pflaumen nicht zu lange, sonst zerfallen sie schnell. Nun die Pflaumen mit dem heißen Sud zusammen in die Weckgläser abfüllen abkühlen lassen. Für eine längere Haltbarkeit empfiehlt es sich die Gläser im Ofen ein zu kochen. Dazu ein Backblech auf die unterste Schiene schieben und mit Wasser füllen, so dass die Gläser ca. 3 cm tief im Wasser stehen. Dann den Ofen auf 180°C (Ober-Unterhitze) stellen. Sobald das Wasser auf dem Backblech zu köcheln beginnt, den Ofen ausschalten und die Gläser 30 – 40 Minuten im Ofen einkochen lassen. 

Die eingelegten Pflaumen solltest du innerhalb eines Jahres verbrauchen. 

 

Kürbis Ketchup

Wenn du dir ein bisschen Abwechslung zu deinem herkömmlichen Tomaten Ketchup wünscht, ist dieses Rezept genau das richtige für dich. Um den Ketchup herzustellen muss gekochter Kürbis einfach nur püriert und anschließend mit etwas Essig, Zucker und Gewürzen verfeinert werden. Der Ketchup passt besonders gut zu buntem Ofengemüse. Auch als Sauce auf einem herbstlichen Grillfest sollte er nicht fehlen. 

Du brauchst: 

1,5 kg Kürbis

1 gehackte Zwiebel

3 Knoblauchzehen, gehackt

3 Lorbeerblätter

1 kleine Chilischote

Salz, Pfeffer

 

So geht’s: 

Den Kürbis putzen, halbieren, entkernen und in Würfel schneiden. Den Kürbis zusammen mit den restlichen Zutaten in einen großen Topf geben. Mit Wasser bedecken und etwa zwanzig Minuten kochen lassen, bis er weich ist. Mit einer kleinen Menge Kochwasser fein pürieren.

Anschließend hinzufügen: 

10 cl Sherry-Essig

50 g Tomatenmark

20 g brauner Zucker

1 gute geriebene Muskatnuss

½ Esslöffel geräucherter Paprika

½ Esslöffel Zimt

½ Esslöffel Anispulver

 

Die Kürbismasse 30 Minuten lang bei schwacher Hitze unter regelmäßigem Rühren reduzieren. Den Ketchup sofort in ein zuvor abgekochtes Glas gießen, fest verschließen und abkühlen lassen.

Den Kürbis Ketchup innerhalb von sechs Monaten verbrauchen. Nach dem Öffnen am Besten im Kühlschrank aufbewahren.

 

Geschrieben von foodassemblyde

foodassemblyde

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Rezepte

40 min

Apfel-Walnuss-Tarte

Kurz vor den Feiertagen teilt unsere Landwirtin Kathrin Wiest vom  Biohof Hund eines ihrer liebsten saisonalen Rezepte: eine Apfel-Walnuss-Tarte, deren Rezept seit Generationen in ihrer Familie weitergegeben wird.Kathrin verbrachte ihre Wochenenden oft auf dem Hof ihrer Großeltern. Dort half sie bei der Heuernte, beim Melken der Kühe, bei der Gemüseernte und lernte früh, wie wichtig es ist zu wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen. „Gutes Essen beginnt nicht in der Küche“, sagt sie, „sondern auf dem Feld.. Diese tiefe Verbundenheit zur Landwirtschaft begleitete sie durch ihre berufliche Laufbahn in der Gastronomie und prägt heute ihre Arbeit auf dem Biohof Hund, wo sie ihre Erfahrungen aus Gastronomie, ökologischem Landbau und Gartenbau verbindet.Für die Landwirtin ist die Arbeit auf dem Hof mehr als ein Beruf: „Es ist eine Rückkehr zu meinen Wurzeln“, erklärt sie, „eine bewusste Entscheidung für Nachhaltigkeit und Regionalität und ein Schritt in eine Zukunft, die Sinn macht – für meine Familie, unseren Hof und die Gesellschaft.“Dieses Rezept steht für die Werte, mit denen sie aufgewachsen ist: Einfachheit, Saisonalität und eine ehrliche Verbindung zum Land. Es werden Äpfel auf einer cremigen Walnussfüllung und einem zarten Butterboden angerichtet – ein leckerer Nachtisch für die Winterzeit.Speichere dir das Rezept für die Festtage!Apfel- & Walnuss-TarteZutaten: 300 g Dinkelmehl (zzgl. etwas zum Ausrollen) 120 g brauner Zucker 1 Prise Salz 2 mittelgroße Eier 200 g Butter (130 g kalt, 70 g weich, zzgl. etwas für die Form) 1 kg säuerliche Äpfel 2 EL Zitronensaft 150 g Walnusshälften 1 Päckchen Vanillezucker 50 g Honig 80 ml Sahne 1 Prise gemahlener Zimt Zubereitung:250 g Mehl, 70 g Zucker, Salz, 1 Ei und die kalte Butter in Stücken in eine Schüssel geben. Zunächst mit den Knethaken des Handrührgeräts vermengen, dann kurz von Hand zu einem glatten Teig kneten. Zu einer Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten kaltstellen.Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft vermengen.Für die Füllung 50 g Walnüsse fein mahlen. Die weiche Butter mit 50 g Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz sehr cremig schlagen. 1 Ei unterrühren. Gemahlene Nüsse und 50 g Mehl kurz unterheben.Den Ofen auf 200 °C (180 °C Umluft) vorheizen. Den Teig auf einer bemehlten Fläche auf ca. 30 cm Durchmesser ausrollen und eine gefettete 28-cm-Tarte- oder Springform damit auskleiden. Den Boden mehrmals mit einer Gabel einstechen.Die Walnusscreme auf dem Boden verteilen, die Apfelspalten darauflegen und die Tarte 25 Minuten auf einem Rost direkt über dem Ofenboden backen.In der Zwischenzeit die restlichen 100 g Walnüsse grob hacken. Honig, Sahne, Zimt und 20 g Butter in einem kleinen Topf unter Rühren aufkochen und 2 Minuten köcheln lassen. Walnüsse unterrühren.Nach 25 Minuten Backzeit die Nussmischung auf den Äpfeln verteilen und die Tarte weitere 10 Minuten auf der mittleren Schiene backen.In der Form auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, vorsichtig aus der Form lösen und mit Schlagsahne servieren.

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