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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Hochwertiger Kakao aus den Philippinen

Lieber CrowdFarmer:

Hallo, ich bin Policarpio Enricoso, dein neuer Farmer und Ansprechpartner in Saloy. Ich freue mich, Teil dieses Programms zu werden. Vielen Dank, dass du unsere Gemeinschaft unterstützt!

Wir arbeiten hart, um auf unseren Farmen in Saloy unseren Kakao zu ernten. Während der Haupternte der letzten Saison zwischen November 2020 und Februar 2021 war unser Ertrag niedriger als sonst, da die Erntezeit spät begann und mit starken Regenfällen zusammenfiel. Da unser Dorf in einer abgelegenen Gegend der Region liegt, wurde unsere Arbeit durch die Pandemie erheblich gestört, weil sie das Reisen noch schwieriger machte.


Wir befinden uns derzeit in der Mitte der Erntezeit des Kakaos, in der wir normalerweise um die 20 bis 30 % unseres Jahresertrags produzieren. Wir arbeiten weiterhin fleißig auf unseren Farmen – wir haben unsere Bäume beschnitten und Schläuche aus biologisch abbaubarem Plastik an den Kakaobohnen angebracht, was hier eine gängige Praxis ist, um Schädlingen und Krankheiten auf organischere und kostengünstigere Weise vorzubeugen.

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Ich bin der Leiter der Saloy Organic Farmers Organization (SOFO); zusammen mit 15 meiner Farmerkollegen unternehmen wir mehrere Schritte, um unsere Farmen auf Bio umzustellen. Obwohl wir seit vielen Jahren naturnahen Landbau betreiben, waren sich viele Mitglieder nicht bewusst, welche Protokolle und Unterlagen für die Zertifizierung erforderlich sind und es gab auch Probleme bei der Beschaffung organischen Inputs ( wie Kompost). Mit Hilfe von Auro Chocolate und Masipag (einer NGO, die sich der Unterstützung von Landwirten im ökologischen Landbau widmet) haben wir letztes Jahr unsere Organisation gegründet und den vollen Umstellungsprozess formell eingeleitet.

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Während der Umstellung sahen wir uns im vergangenen Jahr mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, da unser Ertrag durch die Anpassung unserer Anbaumethoden beeinträchtigt wurde. Obwohl es eine Herausforderung war, engagieren wir uns für den biologischen Anbau und versuchen unser Bestes, um uns gegenseitig zu unterstützen. Wir haben vor Kurzem sogar eine Kompostgrube angelegt und mit Vermikultur (Wurmkompostierung) begonnen. Wir sind dankbar für die Unterstützung und die Schulung, die uns Auro und Masipag gegeben haben, und sind optimistisch, dass wir weitere Fortschritte machen werden.

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Wir haben auf unserer Farm außerdem auch neue Anlagen wie einen Solartrockner, mit dem wir den Kakao nach der Fermentation auf natürliche Weise trocknen. Wir arbeiten auch mit Auro zusammen, um eine Vermicast-Anlage zu bauen, in der wir unseren eigenen Wurmkompost – einen organischen Kompost aus Wurmhumus oder dem Kot von Regenwürmern – herstellen. Diese Anlage würde uns bei der Umstellung auf Bio sehr helfen, da sie die Kosten für unsere Eingaben erheblich verringert und den auf der Farm anfallenden Abfall wiederverwenden würde. Dies ist außerdem eine großartige Möglichkeit, die gesamte Gemeinschaft in die Bemühungen einzubeziehen.


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Wir haben derzeit Sommer, es ist deshalb sehr trocken und heiß. Diese Art Wetter hat sich für unseren Kakao als sehr gut erwiesen, er gedeiht in dieser Zeit prächtig. Wir sind für den wunderbaren Segen dankbar, den uns das gute Wetter und die Ernte beschert haben.

Wir sind mit der jetzigen Situation insgesamt glücklich und hoffen, dass es so weitergeht. Wir können es kaum erwarten, mit dir die Schokolade zu teilen, die aus dieser Charge Kakao hergestellt werden wird. Die Verpackungen der Schokolade, die du erhalten wirst, sind FSC- und PEFC-zertifiziert und tragen dadurch zur Förderung nachhaltiger Waldbewirtschaftung bei. Auch der Karton, in dem die Schokolade verschickt wird, besteht aus wiederverwertbaren Materialien.


Auro Chocolate versucht zur Zeit, einen Schritt weiter zu gehen und erkundet Optionen für ethisch unbedenklich gewonnene, biologisch abbaubare und kompostierbare Materialien für die Schokoladenverpackung und hofft, die derzeitigen Verpackungen bis 2022 ersetzen zu können. Nochmals vielen Dank für die ständige Unterstützung unserer Gemeinschaft!

In Dankbarkeit

Policarpio Enricoso – Auro Saloy

Geschrieben von Farmers of CrowdFarming

Farmers of CrowdFarming

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Landleben

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Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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