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Landleben

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Veröffentlicht März 2026

Dankschreiben zur Ernte 2021

Wir werden uns an 2021 erinnern, weil wir mehrere Ziele erreicht haben, die wir uns zu Beginn dieses Abenteuers nur schwer vorstellen konnten. Zum ersten Mal in unserer Geschichte haben wir Zahlen erreicht, die mehr als nur Zahlen sind. Wir haben die 100-Mitarbeiter-Marke überschritten, im Team 1.000 kg Kaffee konsumiert, 100.000 Baum-Adoptionen vermittelt, 1.000.000 Bestellungen bearbeitet und 10.000.000 kg Bio-Obst ohne Zwischenhändler verkauft.

CrowdFarming 2021


Dinge, auf die wir stolz sind

  • 77 neue europäische Landwirte haben sich dem Direktverkauf von Bio-Produkten angeschlossen.

  • 86 Personen haben sich unserem Team angeschlossen und wir haben das Jahr mit insgesamt 136 Personen und 15 Nationalitäten mit einem Durchschnittsalter von 32,6 Jahren abgeschlossen.

  • 9 Personen im Team haben im Jahr 2021 ein Kind bekommen (mich eingeschlossen!).

Um das Wachstum aufzufangen, sind wir in ein größeres Büro mit mehr Platz umgezogen, um besser im Team arbeiten zu können. Im Durchschnitt haben sich unsere Teammitglieder 2,5 Tage pro Woche im Büro gesehen und den Rest von zu Hause aus gearbeitet.

Im Sommer gab es eine freudige Überraschung, als sie uns von der Handelskammer anriefen, um uns mitzuteilen, dass wir den Preis für das beste KMU des Jahres von der Autonomen Gemeinschaft Madrid gewonnen hätten.

Daten, die wir verbessern müssen, um nicht zu scheitern

  • In den Monaten Dezember und Januar hatten wir einen Höhepunkt an E-Mails, die wir nicht schnell genug beantworten konnten. Unsere Reaktionszeit ist in die Höhe geschossen. Um dieses Problem zu lösen, haben wir gerade eine neue E-Mail-Verwaltungssoftware installiert, von der wir glauben, dass sie es uns ermöglichen wird, die Antwortzeiten auf weniger als drei Tage zu verkürzen. Darüber hinaus bieten wir bereits heute die Möglichkeit, telefonische Anfragen umgehend und individuell zu beantworten.

  • 1,86 % der Bestellungen sind mit einem Zwischenfall angekommen. Das bedeutet, dass es bei zwei von 100 Sendungen zu einem Vorfall kam, selbst wenn er klein war. Diese Zahl macht uns Sorgen und wir arbeiten Hand in Hand mit den Landwirten, um die Qualität der Lieferungen zu verbessern. Nicht alle Landwirte haben die gleiche Erfahrung – viele ihn verkauften früher nur an Zwischenhändler  und waren folglich nicht für die Vorbereitung der Bestellungen verantwortlich.

Wenn man mit frischen Bio-Produkten arbeitet, muss man akzeptieren, dass es immer zu Reklamationen kommen kann, aber unser Ziel ist es, mögliche Vorfälle auf weniger als 1 % aller Sendungen zu reduzieren. Mittlerweile wurden alle Bestellungs-Probleme, die 2021 betreffen, gelöst.

Landwirtschaftliche Projekte mit positiven Auswirkungen auf die Umwelt

Unsere Arbeit mit Landwirten geht über die Unterstützung beim Verkauf ihrer Ernte ohne Zwischenhändler hinaus. Wir verfolgen zwei soziale und ökologische Projekte, die in diesem Jahr viel Anklang gefunden haben:

Das Konversionsprojekt: Bei diesem Projekt geht es darum, Landwirten, die mit der ökologischen Bewirtschaftung ihrer Felder beginnen möchten, kommerzielle und technische Unterstützung zu bieten. Die Bauern, die bei uns mit dem Siegel „In Umstellung“ kennzeichnet sind, befinden sich im Prozess, das europäische Bio-Zertifikat zu erhalten und bauen ihre Produkte bereits biologisch an.

Tropiterranean: Eine Agrarbewegung, die von ökologischen Erzeugern tropischer Früchte in Europa ins Leben gerufen wurde (Avocado, Mango, Papaya und Cherimoya). Dieses Projekt soll das Bewusstsein für den Wasserverbrauch durch in Europa angebaute tropische Früchte schärfen und die idealen Gebiete für ihren Anbau auf nachhaltige Weise erschließen.

In weniger als zwei Jahren haben wir es geschafft, dass sich die Hälfte der in Andalusien angebauten Bio-Avocados und Mangos zur tropiterranen Bewegung (ca. 496 Hektar) gesellt.

Darüber hinaus haben wir im November unser Impact & Sustainability-Team gegründet, das es uns ermöglichen wird, auf Nachhaltigkeit bezogenen Daten mit euch zu teilen, z. B. wie viel CO2 durch unsere Bäume gebunden wird und welche Arbeitsplätze durch unser Projekt geschaffen werden.

Vielen Dank, dass du dich uns 2021 angeschlossen hast. Wir versprechen, uns zu bemühen, die Ernte 2022 viel besser zu machen.

Frohe Ernte!

Gonzalo Úrculo, Landwirt und Mitbegründer von CrowdFarming

Geschrieben von Gonzalo Úrculo

Gonzalo Úrculo

Gonzalo es un "farmeneur". Como cofundador de CrowdFarming y agricultor, divide su tiempo entre la oficina y el campo. Además de la agricultura, disfruta leyendo y escribiendo sobre productos digitales y logística y discutiendo sobre su impacto en la cadena de suministro de alimentos.

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Landleben

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Der „verrückte Deutsche“ 40 Jahre später

Wenn man Friedrich heute über seine Finca in der Nähe von Gibraleón begleitet, hört man vor allem eines: ein lautstarkes Konzert aus Vogelgezwitscher. Doch hinter dieser Idylle steckt eine vor langer zeit getroffene radikale Entscheidung gegen die Konvention. Heute ist er seit 1994 Demeter-zertifiziert und beweist, dass seine „Verrücktheit“ die einzige logische Antwort auf die Krise unserer Böden ist.Vor 40 Jahren verliebte sich Friedrich bei einem Besuch in Spanien in die Finca Jelanisol-Montebello. Zu dieser Zeit arbeitete er selbst als Zwischhändler für konventionell hergestelltes Obst und Gemüse. Zwei Dinge sind damals passiert, die ihn haben reflektieren lassen: Eine Freundin schenkte ihm von Bill Mollison ein Buch über Permakultur, das ihn inspirierte. Er war zu Besuch auf dem Feld in Italien und suchte im Boden verzweifelt nach Regenwürmern. Als der Landwirt ihm bestätigte, dass es keine gäbe, „weil man so etwas nicht bräuchte“, began Friedrich zu reflektieren. Eine holistische Vision: Alles ist verbundenFür Friedrich ist die Landwirtschaft kein isolierter Prozess, sondern ein Teil eines großen Ganzen. Er pflegt eine sehr holistische und philosophische Sicht auf die Welt, in der alles – vom Bodenmikrobiom bis zum Konsumenten – miteinander verbunden ist. Seine Finca ist für ihn kein reiner Produktionsort, sondern ein lebendiger Organismus, in dem Mensch und Natur in Harmonie koexistieren. Für ihn kann eine friedliche Gesellschaft kann nur entstehen, wenn wir im Einklang mit der Natur produzieren. Wenn wir es richtig machen, ist genug für alle da – wir dürfen nur nicht die Grundlagen zerstören.Einer der stärksten Antriebe für Friedrichs Arbeit ist eine tiefe Besorgnis über den Zustand unserer modernen Ernährung. Er erzählt, dass viele Lebensmittel, die wir heute konsumieren, „leer“ sind. Damit meint er Produkte aus konventioneller Landwirtschaft, die aufgrund von Pesitziden und langer Lagerung, keinerlei nennenswerten Nährwert mehr besitzen. Er folgt dem Prinzip „Gesunder Boden = Gesunder Mensch“. Nur ein lebendiger, regenerierter Boden kann Früchte hervorbringen, die den Körper wirklich nähren.Eine der ersten Dinge, die Friedrich tat, war einen großen Teich anzulegen – nicht zur Bewässerung der Finca, sondern einzig und allein für die Vögel, Frösche, Enten und Fische. Bei stärkeren Regenfällen, fließt so das Wasser ab. Den organischen Dünger stellen sie über Mikroorganismen selber her und versorgen die Bäume über Tröpfchenbewässerung kontinuierlich mit Mineralien. 

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an.Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft.Reifemerkmale und EtymologieEin wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet.Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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Blutrot und extrem lecker

Warum nicht jede Blutorange blutrot istWir waren in Sizilien und haben Danilo von AranceBio auf einem Feld getroffen, wo die Blutorangenernte ihren Höhepunkt erreicht. Man sieht die Orangen nicht nur reif an den Bäumen hängen, sondern man kann sie auch riechen. Der Himmel ist blau, die Bäume und die Wiese grün und die Orange hängen wie kleine Laternen in den Bäumen. Es ist sonnig, aber sehr frisch – auch in Sizilien ist Winter.Genau der richtige Zeitpunkt, damit die Blutorangen reifen. Nur durch das Zusammenspiel von warmen Tagen und kalten Nächten kann Anthocyan gebildet werden, der Farbstoff, der das Fruchtfleisch rot färbt. Sind die Nächte also zu warm, kann sich das Pigment nicht bilden und deine Blutorange ist vielleicht eher orange, als blutrot – aber natürlich genauso lecker.Danilo baut zwei unterschiedliche Sorten an; Moro: die etwas säuerlicher und ein tiefrotes Fleisch hat (wenn es kalt genug ist!) und Tarocco, die etwas süßer und ganz mild ist. Es ist ein bisschen wie Kindheit – wenn man ein Überraschungs-Ei öffnet. Man kann von außen nicht wissen, ob die Frucht rot oder eher orange ist.Angesichts zunehmender Trockenperioden setzt Danilo auf eine permanente Bodenbedeckung. Dieser natürliche Teppich schützt den Boden und dient als Wasserspeicher, der in Trockenzeiten wertvolles Wasser speichert – so bleibt die Natur widerstandsfähig.Wir haben natürlich auch gefragt, was wir essen sollen, wenn wir auf Sizilien sind und Danilo hat uns zwei Gerichte empfohlen: die traditionelle Pasta con le Sarde (wie soll es auch anders sein?!) und die frittierten Reiskugeln, Arancini genannt.

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