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Landleben

3 min

Veröffentlicht Februar 2026

Regen, Regen, Spanien

Darauf waren wir nicht vorbereitet – oder doch?

Es regnet buchstäblich seit mehreren Wochen in Spanien. Diese Woche wurde jedoch in mehreren Regionen, vor allem in Andalusien, der Katastrophen-Zustand ausgerufen. Unsere Landwirte haben uns die unten angehängten Bilder geschickt – und in unserem Team waren wir mehrere minutenlang sprachlos. Wir haben schon öfters zu starken Regenfällen berichtet, aber dieses Jahr ist das Ausmaß besonders groß. Die gute Nachricht ist: Allen Landwirten geht es gut!

Anhaltende Tiefdruckgebiete brachten intensive Regenfällen, orkanartige Windböen und Flüsse, die über die Ufer getreten sind, mit sich. Unsere Landwirte aus der Region Málaga verzeichnen umgefallene Bäume und schlammige Zufahrtswege, die eine Zufahrt fast unmöglich machen. Leider haben uns auch bereits einige Landwirte informiert, dass sie wahrscheinlich Ernteausfälle haben werden, da Früchte beschädigt wurden. Das kleinere Übel sind dabei wahrscheinlich die Verzögerungen in der Lieferung – es hört nicht auf zu regnen und das bedeutet, dass die Früchte zu nass sind, um sie verschicken zu können; sie würden in den Paketen schimmeln.

Haben wir die Lösung nicht schon längst gefunden?

Ich spreche mit Maikel, von Finca Habitat aus einem kleinen Ort zwischen Jaén und Granada – eine der am stärksten betroffenen Gebiete. Er schickt mir ein Video, das ihr unten findet – es zeigt die überfluteten Olivenfelder seiner Nachbarn und den reißenden Fluss. Im nächsten Video ist er auf seinen eigenen Feldern und zeigt, wie viel Regen gefallen ist. Er kippt es an seine Bäume, die er in heißen Monaten mit der Wolle seiner Schafe vor Austrocknung schützt und gleichzeitig düngt. „Für mich ist der Regen ein absoluter Grund zur Freude. Es ist wunderbar!“, so der Landwirt. Auf seinen Feldern – nicht einmal eine Pfütze. „Das ist ein Zeichen, dass wir alles richtig machen, Magdalena.“, erklärt er. Maikel hat sich vor über einem Jahrzehnt entschieden, regenerativ anzubauen. In einem der trockensten Gebiete Spanien, schafft er es über seine Praktiken, seine Olivenbäume nicht bewässern zu müssen.

Wie geht das? Über eine Bodendeckung, die wie ein Schwamm wirkt und alles Wasser aufsaugt und in tiefere Bodenschichten sickern lässt. Es geht nicht ein Wassertropfen verloren, weil das Wurzelgeflecht eine so hohe Kapazität hat, Wasser aufzunehmen, dass es weder abfließt, noch sich anstaut.

Was wäre, wenn wir es schaffen, die Betriebe so resilient zu machen, dass sie aus Extrem-Wetter-Ereignissen ermutigt herausgehen? Hätten wir mit regenerativer Landwirtschaft die Lösung gefunden? Diese Fragen stelle ich mir, wenn ich die Bilder und Videos sehe, die eine so unterschiedliche Sichtweise auf die Situation ermöglichen.

Der Wetterbericht zeigt weiter Regen für die nächsten Tage an und wir schätzen zusammen mit den Landwirten jeden Tag neu ein – die Sicherheit geht vor und wir müssen und wohl noch etwas gedulden, bis die Sonne wieder herauskommt.

Geschrieben von Magdalena Werner

Magdalena Werner

I'm Magdalena, a Farmer Ambassador. I've been working at CrowdFarming for eight years, and after seven years in customer service, I'm now part of the sustainability and awareness team, sharing the farmers' stories and taking you on a journey through their daily lives in the fields.

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Die Wissenschaft hinter der Süße

Wir haben Antonio von Sicilian Passion in Sizilien besucht. In einer Region, die traditionell für ihre Zitrusfrüchte bekannt ist, hat sich Antonio vor mehreren Jahren für einen anderen Weg entschieden: Er baut Maracujas (und sogar Papayas!) an. Ein wesentlicher Teil unserer Zusammenarbeit besteht in der präzisen Bestimmung des Erntezeitpunkts. Unsere Teams führen direkt im Feld Messungen des Zuckergehalts durch. Mithilfe eines Refraktometers wird der Brix-Wert ermittelt, um sicherzustellen, dass die Früchte die erforderliche physiologische Reife und das volle aromatische Profil erreicht haben. Erst bei Erreichen dieser Grenzwerte wird die Ernte begonnnen. In dem Video unten seht ihr, wie unser Kollege Angelo, diese Messungen vornimmt. Es macht großen Spaß, denn man schaut buchstäblich in die Zukunft. Reifemerkmale und Etymologie Ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Maracuja ist die Beschaffenheit der Schale. Anders als bei vielen Obstsorten gilt hier: Je ausgeprägter die Faltenbildung der Frucht, desto höher ist der Zuckergehalt. Durch die leichte Verdunstung während des Reifeprozesses konzentriert sich der Fruchtzucker im Inneren, während die Säure dezent abnimmt. Es gibt zwei Ernten pro Jahr – eine in den Wintermonate und eine in den Sommermonaten. Vor allem im Sommer, sind die Früchte „runzliger“, da die Flüssigkeit durch die Wärme schneller verdunstet. Wusstet ihr, dass der Name „Passionsfrucht“ sich von der christlichen Ikonografie ableitet. Spanische Missionare im 16. Jahrhundert interpretierten die komplexe Blütenstruktur als Symbole der Leidensgeschichte (Passion) Christi. Die Filamente der Blüte wurden mit der Dornenkrone assoziiert, die drei Narben mit den Nägeln des Kreuzes und die fünf Staubblätter mit den Wundmalen. In der Galerie findet ihr ein Bild, auf dem das sehr gut zu sehen ist.

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