
Veröffentlicht Februar 2026
Generationswechsel auf Sizilien
Es ist schon das zweite Mal, dass ich Renato von BioAgrumi Monasteri auf seinen Zitrusfeldern in Sizilien treffe. Für mich ist es wie nach Hause kommen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Renato deutsch spricht, aber auch an der Herzlichkeit – ein „Buongiorno“ von Renato wärmt wie die Sonne über dem Ätna.
Dieser Besuch war etwas ganz Besonderes, weil wir einen Online-Kurs zum Zitrusanbau auf Sizilien gemacht haben. Wenn ihr hier klickt, bekommt ihr Einblicke in die Herausforderungen und die große Liebe zu Berlin, die Renato mit Deutschland verbinden. Der Betrieb war 1998 der erste zertifizierte Bio-Zitrusbetrieb der Region und letztes Jahr konnte Renato die Plantage sogar Demeter-zertifizieren. Dieser Fokus auf Bodenbiologie und Biodiversität baut auf jahrzehntelanger ökologischer Arbeit auf, die schon die Leidenschaft von Angelo, Renatos Vater, war.
Renato lebte 5 Jahre in Berlin, bevor er sich entschied, den Betrieb zu übernehmen. „Mein Papa ist unglaublich glücklich über meine Entscheidung.“, sagt er, als ich ihn darauf anspreche. Immer mehr Betriebe der Umgegend schließen, weil sie keine Nachfolger finden. „Ich kenne fast keine Landwirte in meinem Alter und auch keine die Bio machen!“. Nicht jeder sind viele Herausforderungen und Verantwortung für den Betrieb, die Mitarbeiter und natürlich für die eigene Gesundheit. „Mein Tag beginnt 4:30 mit einem Caffè und Vorbereitungen, bis um 6Uhr die Mitarbeiter kommen.“ Ich schaue auf meine Uhr – es ist 18:30 – „ich bin mindestens noch bis 21Uhr hier, weil wir die Bestellungen für morgen vorbereiten und noch sauber machen müssen“, so Renato.
Es ist ganz klar – ohne Leidenschaft und viel Mut wären die Hürden sicher unüberwindbar.
Geschrieben von Magdalena Werner
I'm Magdalena, a Farmer Ambassador. I've been working at CrowdFarming for eight years, and after seven years in customer service, I'm now part of the sustainability and awareness team, sharing the farmers' stories and taking you on a journey through their daily lives in the fields.




