steirische Käferbohnen g.U.
B&B Raritäten
Du kommst genau rechtzeitig! Adoptiere ein Bohnenfeld, solange noch Adoptionen verfügbar sind.
Adoptieren

Das Projekt

Adoptiere ein Bohnenfeld von "B&B Raritäten" in Eibiswald Österreich und erhalte deine Ernte in Form von steirische Käferbohnen g.U.n direkt zu dir nach Hause. Die Farmerin Maria kümmert sich um deine Adoption und macht ein Foto von ihr. Du kannst dir eine Adoptionsurkunde herunterladen und einen Besuch auf der Plantage oder dem Betrieb planen, wenn du möchtest. Du gehst keine langfristige Verpflichtung ein: sobald du die Ernte erhalten hast und dir die Erfahrung gefallen hat, kannst du entscheiden, ob du die Adoption verlängern möchtest.

Das Projekt

Adoptiere ein Bohnenfeld von "B&B Raritäten" in Eibiswald Österreich und erhalte deine Ernte in Form von steirische Käferbohnen g.U.n direkt zu dir nach Hause. Die Farmerin Maria kümmert sich um deine Adoption und macht ein Foto von ihr. Du kannst dir eine Adoptionsurkunde herunterladen und einen Besuch auf der Plantage oder dem Betrieb planen, wenn du möchtest. Du gehst keine langfristige Verpflichtung ein: sobald du die Ernte erhalten hast und dir die Erfahrung gefallen hat, kannst du entscheiden, ob du die Adoption verlängern möchtest.

Was adoptierst du?
Adoptiere ein Bohnenfeld (40m²) von unserem Bauernhof in Eibiswald (Österreich), dn wir seit 2018 gemäß der Richtlinien des EU-Herkunftsschutzregisters bewirtschaften. Du adoptierst ein Stück Acker von 40 m² mit einer Käferbohnen-Mais-Mischkultur (Intercropping). Die 40 m² Fläche bieten Platz für etwa 170 Bohnenpflanzen. Davon können ca. 2,5 kg getrocknete Käferbohnen geerntet werden. Die Käferbohne, Phaseolus coccineus, auch Feuerbohne oder Prunkbohne genannt, gehört zur Familie der Hülsenfrüchte, genauer zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler. Aufgrund ihres rankenden Wachstums und der ganzjährig roten Blüten wurde die Bohne früher auch hierzulande gerne als Zierpflanze angebaut. Seit Anfang des 19. Jahrhunderts wird sie in der Steiermark kultiviert. Man findet sie in nahezu jedem Hausgarten. Die Stangenbohne im Hausgarten ist bei uns in der Region schon seit jeher ein wichtiger Eiweißlieferant für die menschliche Ernährung. Heutzutage wird die „Steirische Käferbohne g.U.“ fast ausschließlich in der Steiermark, einem Bundesland in Österreich, kultiviert. Die Abkürzung g.U. steht für den geschützten Ursprung der Kulturart. Das EU-Herkunftsschutzregister hat im Jahr 2016 die Steirische Käferbohne aufgenommen und die Bezeichnung gesetzlich geschützt. Somit wird sichergestellt, dass die Herkunft und Verarbeitung aus der Steiermark stammen. Das Besondere der Käferbohne ist die traditionsreiche steirische Kultivierung in einem Bohne-Mais-Mischkultursystem. Dabei fungiert der Mais als Stützfrucht für die unbegrenzt wachsende, rankende Käferbohne. Die Hauptsorte auf unserem Betrieb und auch steiermarkweit ist die Sorte Bonela mit der typischen schwarz-violetten Sprenkelung. Das unbegrenzte Wachstum und die lang andauernde, intensiv rote Blüte der Käferbohne bis tief in den Herbst hinein fördern die Biodiversität verschiedenster Insekten. Da die Ernte erst im Spätherbst erfolgt, bieten die Äcker auch lange schützenden Unterschlupf für Wild. Die Bohne ist ein Stickstoffsammler, der den Boden somit mit Nährstoffen für die Folgekultur versorgt. Die Kultivierung der Käferbohne beginnt mit der Feldvorbereitung im Herbst, mit dem Pflügen des Feldes. Das Feld friert über dem Winter, wodurch eine feinkrümelige Struktur des Bodens entsteht. Insbesondere in unserer Region, in denen primär Braunerdeböden mit hohem Lehmanteil zu finden sind, ist das Voraussetzung für ein gutes Saatbett im Frühjahr. Im Frühling wird das Feld abgeschleppt und geeggt. Bei entsprechend warmen Bodentemperaturen etwa Anfang Mai werden mit einer pneumatischen Einzelkornsämaschine die Käferbohnensamen gesät. Am selben Tag erfolgt auch die Aussaat des Maises in der selben Reihe, wie die zuvor gesäte Bohne. Am Feld werden mehr Maispflanzen als Bohnen in die Erde gelegt, jedoch nur rund die Hälfte der Maispflanzen eines herkömmlichen Maisfeldes. Je nach Wärme und Feuchtigkeit durchbrechen die Keimlinge nach 1 bis 3 Wochen die Erdoberfläche, der Mais früher als die Bohne. Ein “Kampf” um das Sonnenlicht der beiden Kulturen beginnt. Eine jährliche Herausforderung ist es, durch Bodenbeurteilung, Saattiefe, Saatstärke und Aussaatzeitpunkt ein ausgeglichenes Wachstum beider Kulturen zu erreichen. Die Käferbohne beginnt bereits Anfang Juli die ersten Blüten und Bohnenhülsen auszubilden. Da der Mais Anfang August seine endgültige Wuchshöhe erreicht hat, die Bohne aber immer weiter wächst, übernimmt ab diesem Zeitpunkt die Bohne das Kommando. Die Standfestigkeit des Maises wird ab diesem Zeitpunkt auf die Probe gestellt. Die Abreife der Bohnen erfolgt laufend. Somit sind ab Mitte September reife Bohnenhülsen, aber auch noch Blüten und grüne Hülsen in der Kultur zu finden. Beendet wird das Wachstum der Bohne durch Frost, welcher ab Oktober in unserer Region möglich ist. Durch den Frost wird auch die Abreife beschleunigt. Eine Ernte ist meist ab Ende Oktober bei trockenem Wetter möglich. Die Ernte selbst erfolgt mittels Mais-Mähdrescher. Hier werden Mais und Bohnen im Gemenge geerntet. Durch den Korngrößenunterschied der beiden Kulturen kann das Gemenge durch eine anschließende Siebung in die einzelnen Fraktionen getrennt und getrocknet werden, um diese lagerfähig zu machen. Der Mais wird anschließend als Futtermais für die hofeigenen Hühner verwendet. Die Bohnen werden für mehrere Wochen tiefgefroren, um das Auftreten etwaiger Lagerschädlinge zu verhindern. Anschließend wird die Käferbohnen-Rohware händisch sortiert. Dabei wird jede einzelne Bohne händisch auf ihre Qualität überprüft, sowie beschädigte Bohnen und Fremdkörper, wie Mais oder Pflanzenteile, entfernt. Diese sortierte A-Ware verwenden wir für den Verkauf. Die weniger gute Ausschussware kommt ebenfalls zur Fütterung der hofeigenen Hühner zum Einsatz.
Was erhältst du?
In jeder Saison schicken wir dir eine Kiste mit: 5 x __Steirische Käferbohnen g.U.__ (je 0,5 kg, Papiersackerl) Besonders macht die Steirische Käferbohne g.U. ihr fein-nussiger Geschmack kombiniert mit der fein cremigen Konsistenz, der meist mit einem Kastanien-Geschmack verglichen wird. Sie wird gekocht und hauptsächlich als Beilagensalat mit Zwiebel zubereitet. In der Steiermark serviert man Käferbohnen traditionellerweise mit geriebenem, schwarzem Rettich und echtem Steirischem Kürbiskernöl g.g.A., welches wir in unserem z[weiten CrowdFarming-Projekt](https://www.crowdfarming.com/de/farmer/bb-raritaeten/up/kuerbiskernprodukte-kaufen-bb-raritaeten) anbieten. Die Bohne eignet sich aber auch zur Zubereitung von pikanten Speisen wie Steirisches Chili con Carne oder Käferbohnenstrudel bis hin zu Süßspeisen. Gekocht kann die Käferbohne in jeglichen Rezepten wie Kastanien verwendet werden, z.B. in Torten oder Kastanienreis. Für eine gelungene Zubereitung empfehlen wir, die trockenen Bohnen über Nacht in kaltes Wasser einzuweichen. Das Quellen ist Voraussetzung dafür, dass durch das anschließende Kochen (ca. 1 bis 1,5 Stunden) die weiche und fein cremige Konsistenz erzielt werden kann. Wichtig ist, die Bohnen ausreichend zu salzen, aber das erst eine Viertelstunde vor finaler Garstufe. Nach dem Abkühlen kann die Käferbohne je nach Belieben verzehrt oder weiter zubereitet werden. Für einen Beilagensalat für 2 Personen werden ca. 150 g trockene Bohnen benötigt. Für Zubereitungsideen legen wir deiner Erntekiste ein Rezeptheft mit den besten Rezepten rund um die Steirische Käferbohne g.U. bei. Die getrockneten Käferbohnen sind lichtgeschützt und trocken gelagert mindestens ein Jahr haltbar.
Wann erhältst du es?
Weiter unten findest du das letztmögliche Datum, um an diesem Projekt teilzunehmen (das letztmögliche Adoptionsdatum). Nach diesem Datum beginnt die Farmerin mit der Vorbereitung der Bestellungen und der Kisten, die er verschicken muss. Im Laufe des Bestellprozesses kannst du einen von den von der Farmerin bereitgestellten Lieferterminen wählen. Die Käferbohne wird normalerweise im Spätherbst geerntet. Durch die Klimaerwärmung verschieben sich die Tage mit ausreichend starkem Frost immer später ins Jahr, was zu zusätzlichen Herausforderungen mit der Reife und der Ernte führt. Ernten Anfang/Mitte Dezember sind nicht ausgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt ist in unseren Regionen auch schon mit Schneefall zu rechnen, was eine Ernte unmöglich machen würde. Somit ist das Herbstwetter ausschlaggebend für die Ernte der Kultur und die Qualität der Steirischen Käferbohne g.U. Gleich nach der Ernte beginnen wir mit der weiteren Aufarbeitung und übergeben die fertigen Erntekisten Mitte Februar an den Logistikpartner. Spätestens Anfang März 2021 sollte sie bei dir zu Hause eintreffen.
Warum adoptieren?
* Erfahre, wer deine Lebensmittel wie und wo anbaut. Erhalte deine Lebensmittel bewusst. * Kaufe direkt beim Erzeuger. Hilf, mehr Einnahmen und Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten zu schaffen. * Plane deine Einkäufe und ermögliche es dem Farmer, auf Bestellung anzubauen. So können wir die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden, die angebaut werden und keinen Abnehmer finden. * Belohne Farmer, die sich für Verpackungsmaterialien und eine Anbauart einsetzen, die im Einklang mit der Umwelt stehen.
Jungfarmer
Familienunternehmen
g.U.

Wie funktioniert's?

Lerne die Farmer kennen

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Adoptiere und plane deine Ernte

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Lass den Farmer und die Natur arbeiten

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Erhalte die Ernte bei dir zuhause

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Letztes Adoptionsdatum 01/12/2020
Lieferung ab 15/02/2021

Adoptiere ein Bohnenfeld

Name

Lieferland Spanien

Endpreis:

48,35€ / Saison

Inklusive Adoption, Vorbereitung und Versand der Bestellung.

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Umweltschützer
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Produkt mit tiefen Wurzeln
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Jungfarmer
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Besuche möglich
Maria Bernhart
Mein Name ist Maria Bernhart und gemeinsam mit meinem Lebensgefährten Gerald Binder bewirtschaften wir seit 2013 den landwirtschaftlichen Betrieb von Geralds Familie in der schönen Süd-Weststeiermark in Österreich. Wir widmen uns der Landwirtschaft, weil wir von unseren Großeltern und Eltern die Wichtigkeit der Produktion von Lebensmitteln gelehrt bekommen haben. Wir wollen Bewusstheit schaffen, dass es nicht selbstverständlich ist, alles zu jederzeit im Supermarkt erhalten zu können und dass die Versorgung mit Lebensmitteln ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt, das nicht verschwendet werden darf. Wie es der Zufall so will, wurde uns beiden der Bezug zur Landwirtschaft quasi in die Wiege gelegt, da unsere beider Eltern eine Landwirtschaft betrieben. Uns wurde früh das Arbeiten am Feld, mit Tieren und Pflanzen gelehrt und das Arbeiten in Zusammenspiel mit der Natur und dem Wetter beigebracht. Der familiäre Zusammenhalt innerhalb eines Betriebes war und ist wichtiger Bestandteil in der Landwirtschaft. Wir haben beide einen Studienabschluss und berufliche Ausbildung und Tätigkeit, der wir nachgehen. Wir bewirtschaften unseren Betrieb derzeit im Nebenerwerb. Die Arbeitsaufteilung ist somit umso wichtiger, um alles zeitgerecht erledigen zu können. Die Arbeiten rund um die Feldvorbereitung und Kulturpflege erledigt zum Großteil Geralds Vater. Seine jahrelange Erfahrung hilft uns sehr, um die Bodenbearbeitung nachhaltig zu gestalten und den Boden fit zu halten. Den organisatorischen Teil im Betrieb übernehme ich. Hierzu zählen Marketing, Bestellungen, Aufzeichnungen und Informationsaustausch, um den Betrieb “up to date” zu halten. Gerald übernimmt den technischen Teil im Betrieb mit Anbau, Ernte, Lagerung und Qualitätskontrolle. Bei der Ernte und der Verarbeitung der Zwischenprodukte hin zum Endprodukt sind wir in der glücklichen Lage, dass unsere Familienmitglieder uns jederzeit und besonders in Spitzenzeiten so tatkräftig unterstützen. Insbesondere die Zeit des “Käferbohnenklaubens” in den Wintermonaten ist eine gesellige und lustige Zeit für uns :-) ! Vor 13 Jahren haben sich unsere Wege getroffen und seither gehen wir unseren Weg gemeinsam. Im Jahr 2013 haben wir den landwirtschaftlichen Betrieb von Geralds Eltern übernommen. Seither haben wir uns auf Kulturen wie den Ölkürbis und Käferbohnen fokussiert, die bis dahin nur zum Eigengebrauch kultiviert wurden. Am Anfang haben wir kleine Versuchsfelder angebaut, um Erfahrung zu sammeln, sowohl mit der Kulturführung als auch mit der Be-/ und Verarbeitung von Produkten. Jährlich haben wir unsere Anbauflächen ausgeweitet und intensiviert. Damit konnten wir in den letzten Jahren auch Stammkunden in der lokalen Umgebung aufbauen. Mit unserem ab Hof-Verkauf sind wir in direktem Austausch mit unseren Kunden. Ihre Rückmeldungen sind eine wichtige Informationsquelle für unsere Produktqualität. Gemeinsam mit CrowdFarming hoffen wir, unsere Produkte weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt machen zu können. Wir wollen die moderne Verkaufsmöglichkeit, der Freigabe zur Adoption von definierten Flächeneinheiten an den CrowdFarmer, nutzen und hoffen, dass das ein guter Baustein ist, um unseren Betrieb zukunftsfähig zu machen. Wir sehen CrowdFarming als Chance, um unser Standbein in der Landwirtschaft stärker auszubauen und unseren Familienbetrieb mit begrenzter Größe zukunftsfähig zu machen und um Tradition aufrecht zu erhalten.
Maria Bernhart

"Wir wollen Bewusstheit schaffen, dass es nicht selbstverständlich ist, alles zu jederzeit im Supermarkt erhalten zu können und dass die Versorgung mit Lebensmitteln ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt, das nicht verschwendet werden darf."

B&B Raritäten
B&B Raritäten
Unser Betrieb heißt seit der gemeinsamen Betriebsübernahme von Geralds Eltern im Jahr 2013 B&B Raritäten. B&B setzt sich aus den beiden Nachnamen Maria Bernhart und Gerald Binder zusammen und soll für unseren gemeinsamen zukünftigen (Lebens-)Weg stehen. Wir sind ein 2-Mann-Team. Der Begriff “Raritäten” macht deutlich, dass wir uns weg vom Anbau von konventionellen Ackerkulturen wie Mais und Getreide, hin zu Spezialitäten und Raritäten, besonders im Gemüsebau, fokussiert haben. Hier haben sich die Kulturen Steirischer Ölkürbis g.g.A. und die Steirische Käferbohne g.U. angeboten, da diese schon seit Generationen für die Versorgung von Familie, Verwandten und Bekannten angebaut wurden. Unser Ziel ist es, diese wunderbaren Produkte auch über die kleinstrukturierten Dorfgrenzen hinaus zu tragen. Neben diesen probieren wir gerne Neues und Exotisches aus. Dazu zählen etwa Wassermelonen, Erdkirschen und Erdnüsse, die auch bei uns gut gedeihen. Unser elterlicher Hof liegt inmitten eines kleinen Dorfes in Eibiswald, bestehend aus 10 landwirtschaftlichen Betrieben, in der Süd-/Weststeiermark. Im Zuge einer Modernisierung und Anpassung an die zukünftigen Bedürfnisse des Betriebs der Direktvermarktung haben wir uns entschlossen, den Betrieb aus Platzgründen aus dem Dorfgebiet auszusiedeln. Wir haben im Frühjahr 2020 begonnen, eine neue Betriebsstätte “im Grünen” zu gründen. Derzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase. Die Fertigstellung unseres neuen Eigenheims mit dazugehörigem Wirtschafts- und Lagergebäude sowie neuer Ab-Hof-Verkaufsstelle planen wir für den Sommer 2021. Die Steiermark gilt als das „grüne Herz“ Österreichs. Grund hierfür ist der Wald-Anteil von über 60%. Die hügelige Landschaft der Süd-/Weststeiermark ist bewachsen mit kultivierten Ackerflächen (Mais, Getreide, Ölkürbis); saftig grüne Wiesen und Wald gehören auch dazu. Aufgrund der günstigen Lage in der illyrischen Klimaregion wird an den Hügelhängen auch verbreitet Wein angebaut. Je weiter man in die Süd-West-Steiermark kommt, desto kleinstrukturierter sind die landwirtschaftlichen Betriebe. Fließende Gewässer, Bäche und kleine Rinnsale sind meist wild bewachsen und bieten somit auch Tieren unberührte Plätze zum Leben. In der Umgebung gibt es die Koralpe, ein Gebirgszug der Alpen mit ca. 2000 m Höhe, der die Bundesländer Steiermark und Kärnten trennt. Im Süden liegt ca. 10 km entfernt die Grenze zu Slowenien. Die Hauptstadt der Steiermark, Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs, liegt ca. 55 km entfernt. Mit einer kleinstrukturierten Landwirtschaft ist es in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, dem wirtschaftlichen Druck stand zu halten, wodurch das „Bauernsterben“ besonders in unserer Region in letzter Zeit stark zu spüren war. Dies hat zur Folge, dass immer mehr junge Menschen ihre Heimat verlassen und in die Stadt ziehen. Wir wollen diesem Trend entgegensteuern und versuchen, mit unseren Produkten ein wirtschaftliches Standbein für unseren Betrieb aufzubauen. Gerald und ich haben uns im Jahr 2007 kennengelernt. Im Jahr 2013 wurde der Hof von Geralds Eltern an uns beide weitergegeben, wie dies auch schon sein Vater von seinem Großvater erhalten hat. Auch wenn der Betrieb bereits übergeben wurde, ist die Unterstützung durch die jahrelange Erfahrung der Eltern sehr wertvoll für uns. Auch meine Eltern besitzen einen landwirtschaftlichen Betrieb, wodurch uns beiden die Nähe zur Natur quasi in die Wiege gelegt wurde. Unser Hof wird seit Generationen als kleiner Familienbetrieb geführt. Ein Zusammenhalten und Zusammenarbeiten der Generationen war und ist selbstverständlich. Seit der Übernahme liegt unser Fokus in der Produktion von Ölkürbis und Käferbohnen. Das Spezielle an der Käferbohne ist, dass sie eine historisch wichtige Eiweißquelle für Landwirte in unserer Region ist. Das Saatgut wurde jahrzehntelang bereits von den Urgroßeltern angebaut und die schönsten und besten Bohnen Jahr für Jahr wieder als Saatgut verwendet. Zur marktfähigen Produktion haben wir den traditionellen Anbau auf Stangen im Hausgarten auf unserem Betrieb in eine Mischkultur umgewandelt. Dies bedeutet, dass Mais und Bohne am selben Feld angebaut werden. Diese Kombination erleichtert die Arbeit und es können größere Mengen geerntet werden. Somit können wir diese Bohne nicht nur mehr für den Eigengebrauch produzieren, sondern auch zum Verkauf anbieten. Auch der Ölkürbis war, seit sich Gerald erinnern kann, Teil unseres Betriebs, um aus ihm das „schwarze Gold der Steiermark“ zu produzieren. Angebaut wurden früher nur kleine Flächen zur Deckung des Eigenbedarfs. Noch in seinen Kinderjahren hat seine Großmutter auch den Ölkürbis im Maisfeld angebaut. Im Herbst erfolgte die Ernte über mehrere Tage am Feld. Die Kürbisse mussten händisch zusammengetragen, aufgehackt und in Kübel geputzt werden. Die ganze Familie wurde hierfür eingeteilt. Danach mussten die gewonnenen Kerne gewaschen und getrocknet werden. Die Pressung des Öls wird nachwievor in einer traditionellen Ölpresse im benachbarten Markt durchgeführt. Der nussige Geschmack des frisch gepressten Öls ist einfach unbeschreiblich! Heutzutage werden die Erntevorgänge bis zu den trockenen Kernen gemeinsam mit Lohnunternehmen maschinell durchgeführt, wodurch größere Mengen auch für den Verkauf produziert werden können. Dazu wurden spezielle Erntemaschinen und Techniken entwickelt, die eine zeitgerechte Ernte ermöglichen. Aufgrund unserer geografisch günstigen Lage, stammt das Wasser zur Versorgung unserer Kulturen aus natürlicher Beregnung durch Regen (keine Bewässerung). Wir sind ein konventionell wirtschaftender Betrieb. Wir haben uns jedoch zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der konventionellen Landwirtschaft zu fokussieren, um den Einsatz von Pestiziden und erdölbasierenden Produkten zu minimieren. Wir sind darauf bedacht, eingesetzte Ressourcen so gering wie möglich zu halten. Wir leben das Prinzip “Reparatur” statt “Neu” am Betrieb. Als Landwirte haben wir die Verantwortung, besonders auf die Nachhaltigkeit Acht zu geben. Insbesondere im Forst, bei der Düngung, Fruchtfolge, um nur Beispiele zu nennen. Wir führen Biodiversitätsflächen, wie beispielsweise Dauergrünland oder Streuobstwiesen. Eine späte Mahd von Wiesenflächen gibt den Pflanzen und Tieren eine entsprechend Zeit und den Lebensraum für ihre Entwicklung. Die gesamte Energie für Heiz- und Warmwasserbereitung am Hof erfolgt durch Verwendung von Holz aus dem betriebszugehörigen Wald. Der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet. Nach dem Fällen eines Baumes werden ca. 10 Jungbäume gepflanzt, um den Nachwuchs im Wald sicherzustellen. Oft ist aber auch eine Bepflanzung nicht notwendig, wenn die natürliche Verjüngung des Waldes ausreichend ist. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb wird aus unserer Erfahrung heraus nie organischer Abfall produziert, es muss lediglich eine richtige Verwendung gefunden werden. Ein Großteil der nicht benötigten Pflanzenteile bleibt direkt bei der Ernte am Feld und dient als Dünger für die Folgekultur. Außerdem werden Erzeugnisse, welche nicht für den Verkauf geeignet sind, den hofeigenen Hühnern verfüttert oder für Dünger kompostiert. Für uns ist das wirtschaftliche Überleben des Betriebs das Hauptziel. Somit ist ein Gehalt schwer zu definieren. Ziel sollte es sein, dass landwirtschaftliche Arbeit auch etwas Wert ist und sich fair und gerecht im Produktpreis wiederfindet. Ein Direktverkauf an den Endkunden, so wie es von CrowdFarming realisiert wird, ist ein großer Schritt in diese Richtung.
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Technische Informationen
Adresse
B&B Raritäten, Eibiswald, AT
Höhe über N.N
368m
Team
4
Größe
17ha
Anbautechniken
Trockenfeldbau
Ort