steirische Kürbiskernprodukte g.g.A.
B&B Raritäten
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Das Projekt

Adoptiere ein Kürbisfeld von "B&B Raritäten" in Eibiswald Österreich und erhalte deine Ernte in Form von steirische Kürbiskernprodukte g.g.A.n direkt zu dir nach Hause. Die Farmerin Maria kümmert sich um deine Adoption und macht ein Foto von ihr. Du kannst dir eine Adoptionsurkunde herunterladen und einen Besuch auf der Plantage oder dem Betrieb planen, wenn du möchtest. Du gehst keine langfristige Verpflichtung ein: sobald du die Ernte erhalten hast und dir die Erfahrung gefallen hat, kannst du entscheiden, ob du die Adoption verlängern möchtest.

Das Projekt

Adoptiere ein Kürbisfeld von "B&B Raritäten" in Eibiswald Österreich und erhalte deine Ernte in Form von steirische Kürbiskernprodukte g.g.A.n direkt zu dir nach Hause. Die Farmerin Maria kümmert sich um deine Adoption und macht ein Foto von ihr. Du kannst dir eine Adoptionsurkunde herunterladen und einen Besuch auf der Plantage oder dem Betrieb planen, wenn du möchtest. Du gehst keine langfristige Verpflichtung ein: sobald du die Ernte erhalten hast und dir die Erfahrung gefallen hat, kannst du entscheiden, ob du die Adoption verlängern möchtest.

Was adoptierst du?
Adoptiere ein Kürbisfeld (29m²) von unserer Plantage in Eibiswald (Österreich), das wir seit 2014 gemäß der Richtlinien des europäischen Herkunftsschutzes g.g.A. bewirtschaften. Du adoptierst einen Teil eines Ölkürbisfelds mit 29 m². Diese Fläche bietet Platz für etwa 50 Kürbispflanzen. Davon können ca. 3 kg getrocknete Ölkürbiskerne geerntet werden. Der Steirische Ölkürbis (Cucurbita pepo var. styriaca) ist eine traditionsreiche Ackerfrucht die untrennbar mit der Steiermark verbunden ist. Aus den reifen Kürbiskernen wird das typische Steirische Kürbiskernöl g.g.A. mit seinem nussigen Aroma und einzigartigen Geschmack gewonnen. Das charakteristische am Ölkürbis ist das Fehlen der verholzten Samenschale, was auf eine Mutation zurückzuführen ist, die vor etwa 150 Jahren in der Weststeiermark passierte. Durch die fehlende Samenschale kann der Kürbiskern direkt geknabbert oder zu Öl verpresst werden. Die Hauptsorte auf unserem Betrieb ist schon seit Jahren GL Rustikal. Wie der Name schon impliziert, ist es eine sehr robuste, krankheitstolerante Sorte, die sehr gute Kornqualitäten bringt. Der Ölgehalt des Kürbiskerns liegt bei bis zu 50%. Nach der Herbstfurche, dem Abschleppen und dem Eggen im Frühjahr werden mit einer pneumatischen Einzelkornsämaschine Ende April die Kürbissamen gesät. Der Ölkürbis ist eine wärmeliebende Kulturart, bei der es sich lohnt im Frühjahr auf höhere Bodentemperaturen zu warten. Je nach Wärme und Feuchtigkeit durchbrechen die Keimlinge nach 1 bis 2 Wochen die Erdoberfläche. Besonders im Jungstadium der Pflanzen bis zum Reihenschluss ist es essentiell, den Bestand beikrautfrei zu halten, damit die Kürbispflanzen das Sonnenlicht optimal nutzen können. Das geschieht maschinell und wenn erforderlich auch händisch. Der Blühbeginn des Kürbis ist Mitte Juni. Durch die großen, gelben Blüten am Feld wird eine Vielzahl an Bienen angelockt, die einen wichtigen Teil der Arbeit, die Bestäubung, erledigen. Der Ölkürbis reift bei uns im Spätsommer, Anfang September. Das ist erkennbar an den abgestorbenen Pflanzenteilen und den eindrucksvollen gelb-orangen, gestreiften Früchten, die zu dieser Zeit dicht gedrängt die Felder zieren. Zur Ernte werden die Früchte mit dem Traktor zu Mahden zusammengeschoben, damit diese von der Erntemaschine aufgenommen werden können. Die Ernte erfolgt heutzutage mithilfe eines regionalen Lohnunternehmens mit speziell dafür entwickelten Erntemaschinen. Mittels “Igel” werden die Kürbisse vom Feld in die Maschine aufgenommen. Im Brecher der Maschine werden die Früchte gebrochen und die Kerne heraus gesiebt. Anschließend werden die Ölkürbiskerne gewaschen und getrocknet. Dadurch werden sie lagerfähig und sind bereit für die weitere Verarbeitung. Mit dem europäischen Herkunftsschutz g.g.A. gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1151/2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel wird sichergestellt, dass die Wertschöpfungskette von Ackerproduktion und Pressung im definierten Gebiet erfolgen und auch ein definiertes Herstellungsverfahren zur Anwendung kommt. Zusätzlich wird dadurch auch die 100%ige Reinheit des Öls garantiert. Eine der Besonderheiten an unserem Produkt ist die handwerkliche Verarbeitung der Ölkürbiskerne zum Kürbiskernöl. Das aus den Kernen gewonnene Öl wird je nach Bedarf frisch bei einem traditionsreichen Ölmühler im benachbarten Markt gepresst. Die historische Ölmühle wurde bereits vor mehr als 100 Jahren gegründet und bei der Verarbeitung des Öls wurden nur geringe technische Änderungen seit der Gründung vorgenommen. Somit wird unser Öl nachwievor traditionsreich und historisch gepresst, wie auch schon vor geraumer Zeit.
Was erhältst du?
In jeder Saison schicken wir dir eine Kiste mit: Wir senden dir in jeder Saison nach erfolgter Ernte und Verarbeitung einen personalisierten Karton mit steirischen Raritäten: 2x __Steirisches Kürbiskernöl g.g.A.__ (je 0,5 l, Öldose) 1x__ Steirische Kürbiskerne NATUR__ (100g, Papiersackerl) Das __Kürbiskernöl__ der Produktionseinheiten wird aus getrockneten Kürbiskerne erst unmittelbar vor der Auslieferung zu Kürbiskernöl weiterverarbeitet. Somit wird der gesamte Geschmack frisch verpackt. Die Ölgewinnung erfolgt bei einer traditionellen Ölmühle im benachbarten Markt. Zur Ölgewinnung werden die Kürbiskerne gemahlen, in einer Pfanne mit nachhaltiger Holzfeuerung geröstet, gesalzen und so für den eigentlichen Pressvorgang vorbereitet. Bei der Pressung wirken bis zu 120 bar Druck auf den Röstkuchen, wodurch das intensiv dunkelgrüne Öl freigegeben wird und langsam in eine Ölkanne läuft. All diese Schritte werden schon von einem unbeschreiblich angenehmen nussigem Duft begleitet, welcher sich in dem entstehenden Kürbiskernöl wiederfindet. Nach dem Pressen muss das Öl abkühlen und für gut 14 Tage rasten, damit sich Schwebstoffe am Boden absetzen. Danach ist das Öl bereit für die Abfüllung. Da das Pressen ohne Wärmezufuhr erfolgt, gilt das Kürbiskernöl als kaltgepresstes Öl. Das Steirische Kürbiskernöl zeichnet sich durch sein nussiges Aroma, den einzigartigen Geschmack bedingt durch Röstaromen und durch das einzigartige Pressverfahren, die Dickflüssigkeit und die kräftige, dunkelgrüne Farbe aus. Wir Steirer benutzen es gemeinsam mit Apfelessig als Marinade für jegliche Art von Salaten, zur Verfeinerung und Garnierung von Speisen wie Suppen, Sterz (Polenta) und Eierspeise, aber auch um Süßspeisen wie Kuchen den typischen Kürbiskernölgeschmack zu verleihen. Wir kombinieren es besonders gerne in einem Salat mit der original "Steirischen Käferbohne" g.U., die du in unserem [anderen CrowdFarming-Projekt](https://www.crowdfarming.com/de/farmer/bb-raritaeten/up/steirische-kaeferbohnen-kaufen-bb-raritaeten) findest. Das Kürbiskernöl ist vor Wärme und Licht geschützt bis zu ein Jahr nach Pressung lagerfähig. Nach dem Öffnen der Öldose sollte es zügig verbraucht werden. Bei der Verwendung und Verarbeitung ist zu beachten, dass das Kürbiskernöl hitzeempfindlich ist und somit nicht zum Braten oder Frittieren verwendet werden kann Die getrockneten und von Hand sortierten __Kürbiskerne NATUR__ können trocken und vor Licht geschützt bis zu ein Jahr gelagert werden. Sie sind ein genüsslicher Knabbersnack für Zwischendurch. Gehackte Kürbiskerne sind auch eine geschmackliche Abrundung für Salate. Sie können aber auch fein gehackt in Panaden und in Süßspeisen verarbeitet werden; beispielsweise als teilweiser Ersatz von Walnüssen oder Mandeln. Bei uns gibts zu Weihnachten traditionellerweise Kürbiskernvanillekipferl! :-)
Wann erhältst du es?
Weiter unten findest du das letztmögliche Datum, um an diesem Projekt teilzunehmen (das letztmögliche Adoptionsdatum). Nach diesem Datum beginnt die Farmerin mit der Vorbereitung der Bestellungen und der Kisten, die er verschicken muss. Im Laufe des Bestellprozesses kannst du einen von den von der Farmerin bereitgestellten Lieferterminen wählen. Der Ölkürbis wird im Spätsommer, Anfang September, geerntet. Wir beginnen mit der weiteren Verarbeitung und Ölgewinnung ab Ende Dezember. Die fertigen Erntekisten werden Mitte Februar an den Logistikpartner übergeben und sollten spätestens Anfang März 2021 bei dir zu Hause eintreffen.
Warum adoptieren?
* Erfahre, wer deine Lebensmittel wie und wo anbaut. Erhalte deine Lebensmittel bewusst. * Kaufe direkt beim Erzeuger. Hilf, mehr Einnahmen und Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten zu schaffen. * Plane deine Einkäufe und ermögliche es dem Farmer, auf Bestellung anzubauen. So können wir die Verschwendung von Lebensmitteln vermeiden, die angebaut werden und keinen Abnehmer finden. * Belohne Farmer, die sich für Verpackungsmaterialien und eine Anbauart einsetzen, die im Einklang mit der Umwelt stehen.
Jungfarmer
Frei von BPA
g.g.A.

Wie funktioniert's?

Lerne die Farmer kennen

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Adoptiere und plane deine Ernte

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Lass den Farmer und die Natur arbeiten

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Erhalte die Ernte bei dir zuhause

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Umweltschützer
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Frei von BPA
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Produkt mit tiefen Wurzeln
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Jungfarmer
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Kleiner Farmer
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Familienunternehmen
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Besuche möglich
Maria Bernhart
Mein Name ist Maria Bernhart und gemeinsam mit meinem Lebensgefährten Gerald Binder bewirtschaften wir seit 2013 den landwirtschaftlichen Betrieb von Geralds Familie in der schönen Süd-Weststeiermark in Österreich. Wir widmen uns der Landwirtschaft, weil wir von unseren Großeltern und Eltern die Wichtigkeit der Produktion von Lebensmitteln gelehrt bekommen haben. Wir wollen Bewusstheit schaffen, dass es nicht selbstverständlich ist, alles zu jederzeit im Supermarkt erhalten zu können und dass die Versorgung mit Lebensmitteln ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt, das nicht verschwendet werden darf. Wie es der Zufall so will, wurde uns beiden der Bezug zur Landwirtschaft quasi in die Wiege gelegt, da unsere beider Eltern eine Landwirtschaft betrieben. Uns wurde früh das Arbeiten am Feld, mit Tieren und Pflanzen gelehrt und das Arbeiten in Zusammenspiel mit der Natur und dem Wetter beigebracht. Der familiäre Zusammenhalt innerhalb eines Betriebes war und ist wichtiger Bestandteil in der Landwirtschaft. Wir haben beide einen Studienabschluss und berufliche Ausbildung und Tätigkeit, der wir nachgehen. Wir bewirtschaften unseren Betrieb derzeit im Nebenerwerb. Die Arbeitsaufteilung ist somit umso wichtiger, um alles zeitgerecht erledigen zu können. Die Arbeiten rund um die Feldvorbereitung und Kulturpflege erledigt zum Großteil Geralds Vater. Seine jahrelange Erfahrung hilft uns sehr, um die Bodenbearbeitung nachhaltig zu gestalten und den Boden fit zu halten. Den organisatorischen Teil im Betrieb übernehme ich. Hierzu zählen Marketing, Bestellungen, Aufzeichnungen und Informationsaustausch, um den Betrieb “up to date” zu halten. Gerald übernimmt den technischen Teil im Betrieb mit Anbau, Ernte, Lagerung und Qualitätskontrolle. Bei der Ernte und der Verarbeitung der Zwischenprodukte hin zum Endprodukt sind wir in der glücklichen Lage, dass unsere Familienmitglieder uns jederzeit und besonders in Spitzenzeiten so tatkräftig unterstützen. Insbesondere die Zeit des “Käferbohnenklaubens” in den Wintermonaten ist eine gesellige und lustige Zeit für uns :-) ! Vor 13 Jahren haben sich unsere Wege getroffen und seither gehen wir unseren Weg gemeinsam. Im Jahr 2013 haben wir den landwirtschaftlichen Betrieb von Geralds Eltern übernommen. Seither haben wir uns auf Kulturen wie den Ölkürbis und Käferbohnen fokussiert, die bis dahin nur zum Eigengebrauch kultiviert wurden. Am Anfang haben wir kleine Versuchsfelder angebaut, um Erfahrung zu sammeln, sowohl mit der Kulturführung als auch mit der Be-/ und Verarbeitung von Produkten. Jährlich haben wir unsere Anbauflächen ausgeweitet und intensiviert. Damit konnten wir in den letzten Jahren auch Stammkunden in der lokalen Umgebung aufbauen. Mit unserem ab Hof-Verkauf sind wir in direktem Austausch mit unseren Kunden. Ihre Rückmeldungen sind eine wichtige Informationsquelle für unsere Produktqualität. Gemeinsam mit CrowdFarming hoffen wir, unsere Produkte weit über die Grenzen der Steiermark hinaus bekannt machen zu können. Wir wollen die moderne Verkaufsmöglichkeit, der Freigabe zur Adoption von definierten Flächeneinheiten an den CrowdFarmer, nutzen und hoffen, dass das ein guter Baustein ist, um unseren Betrieb zukunftsfähig zu machen. Wir sehen CrowdFarming als Chance, um unser Standbein in der Landwirtschaft stärker auszubauen und unseren Familienbetrieb mit begrenzter Größe zukunftsfähig zu machen und um Tradition aufrecht zu erhalten.
Maria Bernhart

"Wir wollen Bewusstheit schaffen, dass es nicht selbstverständlich ist, alles zu jederzeit im Supermarkt erhalten zu können und dass die Versorgung mit Lebensmitteln ein Grundbedürfnis des Menschen darstellt, das nicht verschwendet werden darf."

B&B Raritäten
B&B Raritäten
Unser Betrieb heißt seit der gemeinsamen Betriebsübernahme von Geralds Eltern im Jahr 2013 B&B Raritäten. B&B setzt sich aus den beiden Nachnamen Maria Bernhart und Gerald Binder zusammen und soll für unseren gemeinsamen zukünftigen (Lebens-)Weg stehen. Wir sind ein 2-Mann-Team. Der Begriff “Raritäten” macht deutlich, dass wir uns weg vom Anbau von konventionellen Ackerkulturen wie Mais und Getreide, hin zu Spezialitäten und Raritäten, besonders im Gemüsebau, fokussiert haben. Hier haben sich die Kulturen Steirischer Ölkürbis g.g.A. und die Steirische Käferbohne g.U. angeboten, da diese schon seit Generationen für die Versorgung von Familie, Verwandten und Bekannten angebaut wurden. Unser Ziel ist es, diese wunderbaren Produkte auch über die kleinstrukturierten Dorfgrenzen hinaus zu tragen. Neben diesen probieren wir gerne Neues und Exotisches aus. Dazu zählen etwa Wassermelonen, Erdkirschen und Erdnüsse, die auch bei uns gut gedeihen. Unser elterlicher Hof liegt inmitten eines kleinen Dorfes in Eibiswald, bestehend aus 10 landwirtschaftlichen Betrieben, in der Süd-/Weststeiermark. Im Zuge einer Modernisierung und Anpassung an die zukünftigen Bedürfnisse des Betriebs der Direktvermarktung haben wir uns entschlossen, den Betrieb aus Platzgründen aus dem Dorfgebiet auszusiedeln. Wir haben im Frühjahr 2020 begonnen, eine neue Betriebsstätte “im Grünen” zu gründen. Derzeit befinden wir uns in einer Übergangsphase. Die Fertigstellung unseres neuen Eigenheims mit dazugehörigem Wirtschafts- und Lagergebäude sowie neuer Ab-Hof-Verkaufsstelle planen wir für den Sommer 2021. Die Steiermark gilt als das „grüne Herz“ Österreichs. Grund hierfür ist der Wald-Anteil von über 60%. Die hügelige Landschaft der Süd-/Weststeiermark ist bewachsen mit kultivierten Ackerflächen (Mais, Getreide, Ölkürbis); saftig grüne Wiesen und Wald gehören auch dazu. Aufgrund der günstigen Lage in der illyrischen Klimaregion wird an den Hügelhängen auch verbreitet Wein angebaut. Je weiter man in die Süd-West-Steiermark kommt, desto kleinstrukturierter sind die landwirtschaftlichen Betriebe. Fließende Gewässer, Bäche und kleine Rinnsale sind meist wild bewachsen und bieten somit auch Tieren unberührte Plätze zum Leben. In der Umgebung gibt es die Koralpe, ein Gebirgszug der Alpen mit ca. 2000 m Höhe, der die Bundesländer Steiermark und Kärnten trennt. Im Süden liegt ca. 10 km entfernt die Grenze zu Slowenien. Die Hauptstadt der Steiermark, Graz, die zweitgrößte Stadt Österreichs, liegt ca. 55 km entfernt. Mit einer kleinstrukturierten Landwirtschaft ist es in den vergangenen Jahren immer schwerer geworden, dem wirtschaftlichen Druck stand zu halten, wodurch das „Bauernsterben“ besonders in unserer Region in letzter Zeit stark zu spüren war. Dies hat zur Folge, dass immer mehr junge Menschen ihre Heimat verlassen und in die Stadt ziehen. Wir wollen diesem Trend entgegensteuern und versuchen, mit unseren Produkten ein wirtschaftliches Standbein für unseren Betrieb aufzubauen. Gerald und ich haben uns im Jahr 2007 kennengelernt. Im Jahr 2013 wurde der Hof von Geralds Eltern an uns beide weitergegeben, wie dies auch schon sein Vater von seinem Großvater erhalten hat. Auch wenn der Betrieb bereits übergeben wurde, ist die Unterstützung durch die jahrelange Erfahrung der Eltern sehr wertvoll für uns. Auch meine Eltern besitzen einen landwirtschaftlichen Betrieb, wodurch uns beiden die Nähe zur Natur quasi in die Wiege gelegt wurde. Unser Hof wird seit Generationen als kleiner Familienbetrieb geführt. Ein Zusammenhalten und Zusammenarbeiten der Generationen war und ist selbstverständlich. Seit der Übernahme liegt unser Fokus in der Produktion von Ölkürbis und Käferbohnen. Das Spezielle an der Käferbohne ist, dass sie eine historisch wichtige Eiweißquelle für Landwirte in unserer Region ist. Das Saatgut wurde jahrzehntelang bereits von den Urgroßeltern angebaut und die schönsten und besten Bohnen Jahr für Jahr wieder als Saatgut verwendet. Zur marktfähigen Produktion haben wir den traditionellen Anbau auf Stangen im Hausgarten auf unserem Betrieb in eine Mischkultur umgewandelt. Dies bedeutet, dass Mais und Bohne am selben Feld angebaut werden. Diese Kombination erleichtert die Arbeit und es können größere Mengen geerntet werden. Somit können wir diese Bohne nicht nur mehr für den Eigengebrauch produzieren, sondern auch zum Verkauf anbieten. Auch der Ölkürbis war, seit sich Gerald erinnern kann, Teil unseres Betriebs, um aus ihm das „schwarze Gold der Steiermark“ zu produzieren. Angebaut wurden früher nur kleine Flächen zur Deckung des Eigenbedarfs. Noch in seinen Kinderjahren hat seine Großmutter auch den Ölkürbis im Maisfeld angebaut. Im Herbst erfolgte die Ernte über mehrere Tage am Feld. Die Kürbisse mussten händisch zusammengetragen, aufgehackt und in Kübel geputzt werden. Die ganze Familie wurde hierfür eingeteilt. Danach mussten die gewonnenen Kerne gewaschen und getrocknet werden. Die Pressung des Öls wird nachwievor in einer traditionellen Ölpresse im benachbarten Markt durchgeführt. Der nussige Geschmack des frisch gepressten Öls ist einfach unbeschreiblich! Heutzutage werden die Erntevorgänge bis zu den trockenen Kernen gemeinsam mit Lohnunternehmen maschinell durchgeführt, wodurch größere Mengen auch für den Verkauf produziert werden können. Dazu wurden spezielle Erntemaschinen und Techniken entwickelt, die eine zeitgerechte Ernte ermöglichen. Aufgrund unserer geografisch günstigen Lage, stammt das Wasser zur Versorgung unserer Kulturen aus natürlicher Beregnung durch Regen (keine Bewässerung). Wir sind ein konventionell wirtschaftender Betrieb. Wir haben uns jedoch zum Ziel gesetzt, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft in der konventionellen Landwirtschaft zu fokussieren, um den Einsatz von Pestiziden und erdölbasierenden Produkten zu minimieren. Wir sind darauf bedacht, eingesetzte Ressourcen so gering wie möglich zu halten. Wir leben das Prinzip “Reparatur” statt “Neu” am Betrieb. Als Landwirte haben wir die Verantwortung, besonders auf die Nachhaltigkeit Acht zu geben. Insbesondere im Forst, bei der Düngung, Fruchtfolge, um nur Beispiele zu nennen. Wir führen Biodiversitätsflächen, wie beispielsweise Dauergrünland oder Streuobstwiesen. Eine späte Mahd von Wiesenflächen gibt den Pflanzen und Tieren eine entsprechend Zeit und den Lebensraum für ihre Entwicklung. Die gesamte Energie für Heiz- und Warmwasserbereitung am Hof erfolgt durch Verwendung von Holz aus dem betriebszugehörigen Wald. Der Wald wird nachhaltig bewirtschaftet. Nach dem Fällen eines Baumes werden ca. 10 Jungbäume gepflanzt, um den Nachwuchs im Wald sicherzustellen. Oft ist aber auch eine Bepflanzung nicht notwendig, wenn die natürliche Verjüngung des Waldes ausreichend ist. Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb wird aus unserer Erfahrung heraus nie organischer Abfall produziert, es muss lediglich eine richtige Verwendung gefunden werden. Ein Großteil der nicht benötigten Pflanzenteile bleibt direkt bei der Ernte am Feld und dient als Dünger für die Folgekultur. Außerdem werden Erzeugnisse, welche nicht für den Verkauf geeignet sind, den hofeigenen Hühnern verfüttert oder für Dünger kompostiert. Für uns ist das wirtschaftliche Überleben des Betriebs das Hauptziel. Somit ist ein Gehalt schwer zu definieren. Ziel sollte es sein, dass landwirtschaftliche Arbeit auch etwas Wert ist und sich fair und gerecht im Produktpreis wiederfindet. Ein Direktverkauf an den Endkunden, so wie es von CrowdFarming realisiert wird, ist ein großer Schritt in diese Richtung.
Technische Informationen
Adresse
B&B Raritäten, Eibiswald, AT
Höhe über N.N
368m
Team
4
Größe
17ha
Anbautechniken
Trockenfeldbau
Ort