Top
Die Landwirte der Finca Casa Carlos posieren für das Foto

Die Stimme deines Landwirts: Casa Carlos

Die diesjährige Saison war von einem für unsere Region etwas untypischen Klima geprägt. Im Herbst ließ die Kälte lange auf sich warten, danach war dann der Erntebeginn von ziemlich viel Regen geprägt. Auch der Frühling war sehr regnerisch und die heißen Temperaturen kamen erst spät. Dies führt dazu, dass die kommende Ernte wohl geringer ausfallen wird als erwartet, aber die Qualität der Orangen und Clementinen wird dafür umso besser sein.

Grüne Orangen hängen an einem Orangenbaumzweig

Die Vorbereitung der Bestellungen und der Versand der Kisten hat gut funktioniert. Wir haben aus den kleinen Fehlern gelernt und werden versuchen, die Kommunikation bezüglich unserer Produkte zu verbessern. Ganz besonders dann, wenn wir bei der Ernte von einer  Orangensorte zur anderen übergehen, wobei normal ist, dass die ersten Früchte, die von jeder Sorte geerntet werden, säurehaltiger sind. Außerdem werden wir unter anderem die Kistengröße anpassen, damit sich die Früchte beim Transport nicht so viel bewegen.

In diesen Monaten haben wir viel Wert darauf gelegt, das gesamte Bewässerungssystem der Farm zu verbessern: Ein neues Ventil wurde installiert, welches das Wasser direkt von der Oberfläche des Wasserspeichers entnimmt, und wir tauschen auch die Bewässerungsschläuche gegen solche mit weniger Durchfluss, aber mehr “Auslässen” (Tropfstellen), aus. Von März bis Juli steht der Rückschnitt der Orangen- und Clementinenbäume an. Das dabei anfallende Material zerkleinern und mulchen wir, um es in den Boden einzuarbeiten und so die organische Bodensubstanz zu erhöhen. Auf den Feldern, wo momentan keine Kulturen angebaut werden, regenerieren wir den Boden mit dem Anbau von Luzernen, einer stickstoffixierenden Pflanze.

Sonnenuntergang auf dem Feld von Casa Carlos

In Anlehnung an den Kalender der biodynamischen Landwirtschaft haben wir neben dem Kompost mit biodynamischen Präparaten und dem Maria-Thun-Präparat auch die Präparate 500 (Boden) und 501 (foliar = Blatt) eingesetzt.

Wir haben die ganze Saison über einige sehr aufschlussreiche Zahlen beobachtet, die im Bodensatz des 500er-Präparats im Dynamisierungsbecken entstehen, und wir untersuchen, wie sie mit demDie ganze Saison über konnten wir interessante Figuren im Bodensatz des 500er-Präparats im Dynamisierungsbecken beobachten untersuchen, wie sie mit dem biodynamischen Kalender zusammenhängen.

Der Boden der Brunnen des Präparats 500 für biologisch-dynamischen Anbau

Wir arbeiten mit der Universität von Valencia zusammen, um eine biologische Steategie zur Bekämpfung der Cotonet-Schädlinge zu entwickeln, die auch unsere Zitrusfrüchte befallen. Darüber hinaus haben wir bereits ein eigenes Insektarium in Betrieb, in dem wir ein Nützlingsinsekt züchten: Cryptolaemus montrouzieri.

Das Insekt Cryptolaemus montrouzieri auf der Hand eines Landwirts.

Abgesehen von den Clementinen und Orangen entwickeln sich auch unsere Kiwi- und Weinkulturen sehr vielversprechend: Wir haben insgesamt elftausend Weinreben (kernlose Traubensorte) und sechzehntausend gelbe Kiwis, die wir nächstes Jahr ernten können. Wir werden euch auf dem Laufenden halten!

Wenn wir nun unser Team betrachten, [Foto 6] sind wir in kurzer Zeit sehr gewachsen. Wir sind nun fast dreißig Personen bei “Casa Carlos”, und unter den fest angestellten Arbeitern zählen wir auch mit der Unterstützung einer Gruppe von Menschen mit geistiger Behinderung, die sich um Aufgaben wie das Mähen der Gräser zwischen den Kiwipflanzen oder die Führung unserer jüngeren Reben kümmern.

Die Landwirte der Finca Casa Carlos posieren für das Foto

Wir hoffen, dass ihr diese sehr aufregende Reise auch weiterhin mit uns teilt!