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Exkursion in die europäische Anbauregion von Tropenfrüchten

Bevor ich zum Marketing-Team von CrowdFarming gestoßen bin, wusste ich nicht, dass in Europa tropische Früchte angebaut werden. Es gibt jedoch in der Region Málaga (Spanien) viele landwirtschaftliche Betriebe, die sich ihrem Anbau widmen – ich hatte die Gelegenheit, zwei Tage lang in diese Welt einzutauchen. 

Hier war ich also zusammen mit Juliette Simonin, einer der Mitbegründerinnen von CrowdFarming, im Zug nach Málaga, um Produzenten tropischer Früchte zu treffen. Ich war hocherfreut, diese Erfahrung zu machen und mehr darüber lernen zu können.

Kaum dass wir angekommen waren, wurden wir von Vidal vom Farmer Hunting-Team (das die Produzenten betreuende Team) abgeholt, der während dieses Aufenthalts unser Führer sein sollte. Man kann sagen, dass er diese Region wie seine Westentasche kennt! Für einen gelungenen Auftakt hatte er uns im Restaurant El Molino einen Tisch direkt am Meer reserviert, um unsere Batterien aufzuladen: Was könnte besser sein, um Energie zu tanken, als ein Stück Meer mit klarem blauem Wasser vor sich zu haben?

Nach dieser ausgezeichneten Mahlzeit machen wir uns auf den Weg zur Finca Los Pepones, auf der Mangos und Avocados angebaut werden! Erste Etappe: das Reservoir für Regenwasser, das María, der Produzentin, zur Bewässerung dieser Felder dient. Ich hatte ein solches Konzept noch nie gesehen! Maria erklärt uns, dass sie im Winter und Frühling Regenwasser in diesem Reservoir sammelt. Dank eines Rohrsystems kann sie damit hire Mango- und Avocadokulturen praktisch den ganzen Sommer über auf ökologische Weise bewässern. Eine wirklich bemerkenswerte Leistung! 

Zwischendurch bekamen wir Besuch! Die Schafe von Marías Nachbarn haben sich selbst in die Mangofelder eingeladen, um dort das Unkraut abzugrasen. Eine althergebrachte und umweltfreundliche Methode, die für alle von Vorteil ist: die Schafe sind gut gefüttert und der Boden profitiert von natürlichem Dünger. Ein erfolgreiches System, das ich bisher auch noch nicht kannte, das aber auf jeden Fall die Mangobäume und die Schafe sehr glücklich zu machen schien!  

Nach dem Besuch kehrten wir ins Hotel zurück, um unsere Batterien für den zweiten Tag aufzuladen, der sehr intensiv werden sollte. Um 7 Uhr morgens frühstückten wir im Stehen auf die Schnelle und begaben uns zur zweiten Farm von Los Pepones. Dort lernten wir die Mitarbeiter kennen, die bereits mit der Avocadoernte zugange waren. Maria und Vidal nutzten die Gelegenheit, um mir den Unterschied zwischen den Avocadosorten zu erläutern und mir zu erklären, warum diese Region günstige Bedingungen für deren Anbau aufweist. Wenn begeisterte Menschen dir alles bis ins letzte Detail erzählen, ist dies noch interessanter! 

Danach führte uns Maria auf das Feld nebenan, um die Schilder der CrowdFarmer zu sehen, die an jedem der Mangobäume aufgehängt waren. Sehr bewegend! Es waren dort CrowdFarmer aus ganz Europa zu finden und wir versuchten, mit Hilfe des Namens, den sie ihrem Baum gegeben hatten, herauszufinden, aus welchem Land sie kamen. Ich kann es kaum erwarten, in dieser Saison meinen Mangobaum zu adoptieren und meinen Namen auf einem von ihnen geschrieben zu sehen! 

Nach diesem bewegenden Moment gingen wir zum Lagerhaus, in dem die Kisten mit Avocados vorbereitet werden, die in den nächsten Tagen den CrowdFarmern nach Hause geliefert werden. Ich konnte Paco kennenlernen, einen weiteren, zur CrowdFarming-Familie gehörenden Produzenten von Bio-Avocados und Bio-Mangos. Ich habe ihn wie auch Maria über die Website von CrowdFarming entdeckt, weil wir in der Marketingabteilung viel mit diesen Produzenten zusammenarbeiten,  etwa für die Verfassung von Artikeln für den Blog, die sozialen Netzwerke, oder die Werbung; aber was für eine Freude, seinem Namen ein Gesicht geben zu können!

Paco und Maria erklären uns den Versandprozess:

Zuerst sortieren wir die Avocados und schneiden jeder von ihnen den kleinen Stengel ab, danach legen wir sie in die Kartons. Wir füllen die Kartons so, dass sie jeweils 4 kg wiegen, und bringen dann das Versandetikett an; sie kommen danach auf die Palette, die für den Versand in alle Teile Europas bereitsteht! Es ist wirklich beeindruckend, die Arbeit hinter jeder Bestellung und die Liebe zu sehen, die die Produzenten und ihre Mitarbeiter in die Vorbereitung jedes Kartons investieren.

Bevor wir aufbrachen, bot Paco uns allen einen schönen Karton Avocados mit einer Widmung an, was uns wirklich sehr gefreut hat. Nachdem wir alle zum letzten Mal miteinander essen gegangen waren, brachte uns Vidal zum Bahnhof und wir kehrten voller Erinnerungen nach Madrid zurück.

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