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Die 5 Vorteile des Direktverkaufs für die Landwirte

Die Aufgabe der Farmer Hunter von CrowdFarming besteht darin, Erzeuger ausfindig zu machen, die sich auf das Abenteuer des Direktverkaufs einlassen möchten und unsere Philosophie – nachhaltige Landwirtschaft zu fördern und die Lebensmittellieferkette zu revolutionieren – teilen.

Die meisten Produzenten sind es gewohnt, ihre Produkte an Zwischenhändler zu verkaufen, die sie dann sehr oft an Supermarktketten oder Obst- und Gemüseläden weiterschicken. Dadurch entsteht eine große Lücke zwischen dem Endpreis, den der Verbraucher zahlt, und dem Betrag, den die Produzenten erhalten.

„Wir fungieren bei CrowdFarming nicht als Zwischenhändler, sondern als Vermittler. Dies ist ein subtiler, aber wichtiger Unterschied: Wir als Unternehmen kaufen den Landwirten ihre Produkte nicht ab, sondern sie verkaufen sie selbst und verschicken sie direkt an den Endverbraucher. Wir helfen ihnen lediglich, dies so effizient wie möglich und mit der geringstmöglichen Umweltbelastung zu tun.”

Vidal Cobos – Farmer Hunter


1) Erzielen eines fairen Preises

Ein wichtiger, aber nicht der einzige Beweggrund, auf unserer Plattform zu verkaufen, besteht darin, einen fairen, mit den Landwirten vereinbarten, festen Preis zu erzielen. Auf dem traditionellen Markt gibt es starke Konkurrenz; Produkte, die von weit her kommen, werden zu Preisen verkauft, die unter den Produktionskosten liegen und eine Saison ruinieren können. Es ist nicht einfach, einen guten Preis zu erzielen, geschweige denn einen festen Preis für die gesamte Saison.

Wir wollen den Zugang zu Qualitätsprodukten für die breite Öffentlichkeit in Europa demokratisieren. Der Endpreis des Produkts muss deshalb nahe am Endpreis liegen, den die Kunden normalerweise für ein Bio-Produkt in ihrem Land bezahlen. Die Landwirte erhalten immer den gleichen Preis, unabhängig davon, in welches Land die Früchte verschickt werden, und sie bekommen den Betrag, den sonst der Zwischenhändler einstreichen würde.

2) Vermeiden von Lebensmittelverschwendung

In der EU gehen jedes Jahr etwa 87,6 Millionen Tonnen Lebensmittel verloren oder werden verschwendet (Consilium Europa). Die Verbraucher können sich nicht vorstellen, wie viel Produkte weggeschmissen werden, weil sie gewisse ästhetische Kriterien nicht erfüllen und beispielsweise eine bestimmte Farbe der Schale oder eine ungewöhnliche Form haben.

„Es gibt jedoch ein Kriterium, das wir gerne aufstellen: Wenn der Farmer die Frucht essen würde, ist sie es wert, verschickt zu werden! Die Landwirte geben „hässliche“ Früchte gewöhnlich nicht an die Zwischenhändler weiter.”

Vidal Cobos – Farmer Hunter

Unsere Plattform ermöglicht es den Verbrauchern, einen Baum, ein Tier oder einen Obst- bzw. Gemüsegarten zu adoptieren und frische und ausschließlich für sie produzierte Bio-Lebensmittel zu erhalten. Dieses Modell schafft nicht nur eine echte Beziehung zwischen CrowdFarmern und Farmern, sondern sorgt auch dafür, dass der Farmer bereits beim Anbau weiß, wer die Ernte konsumieren wird.

Vidal Cobos und mit Farmerin Maria von der Finca Los Pepones


3) Standardisierung der Logistik

Der Verkauf an den Endkunden erfordert einen zusätzlichen Schritt, bei dem stark auf Details zu achten ist. Sobald der Farmer die Etiketten erhält, muss er seine Produkte in einen für den Versand geeigneten Karton verpacken und dabei so weit wie möglich auf die Verwendung von Plastik verzichten. Es ist von absoluter Wichtigkeit, dass die Verpackung auf dem Transport intakt bleibt. Die Landwirte müssen prüfen, ob das Produkt die richtige Reife hat, ob die Kartons fertig sind, ob sie die Etiketten erhalten haben und ob die Briefe an die CrowdFarmer korrekt ausgedruckt wurden.

Sobald der Karton fertig ist, kommt er auf eine Palette, die gekennzeichnet werden muss. Die Paletten kommen auf Kühllastwagen, die aus Gründen der Effizienz an allen Stellen, an denen wir Landwirte haben, nach und nach beladen werden, bis sie voll sind. Wir organisieren diese Routen dann effizient, um unseren CO2-Fußabdruck zu minimieren.

4) Vereinfachung der finanziellen Abwicklung

Der Verkauf an den Endkunden in Europa kann je nach Land sehr unterschiedlich sein. Jedes Land hat eine andere Mehrwertsteuer und jeder Karton stellt einen einmaligen Verkauf dar. Sobald die Landwirte jedoch gelernt haben, die Steuerfragen richtig zu handhaben, werden diese zu einem einfachen Teil ihres täglichen Arbeitsablaufs.

Wir haben eine Finanzabteilung, die die Landwirte jederzeit unterstützt. Aus steuerlichen Gründen dürfen nur Landwirte mit einer Firma in Europa bei CrowdFarming verkaufen; Produzenten aus Kolumbien oder den Philippinen müssen hier eine Firma haben, um die Verfahren korrekt und legal durchführen zu können.

5) Schaffen von mehr Verbrauchernähe

Jedes Projekt muss transparent alle Aspekte der Farm darstellen und über hochwertiges audiovisuelles Material verfügen. Der Farmer wird angehalten, Fotos seiner Produkte zu machen und außerdem den CrowdFarmern mit authentischen und originalen Texten, die in 7 Sprachen zu übersetzen sind, seine persönliche Geschichte zu schildern. Nach dem Ende der Versandsaison muss jede Adoption mit dem vom CrowdFarmer gewählten Namen gekennzeichnet und jede Produktionseinheit fotografiert werden. Diese Arbeit ist wichtig, damit der CrowdFarmer diese besondere Beziehung mit seinem Baum, seiner Pflanze oder seinem Tier eingehen kann.

Eine der weiteren Voraussetzungen für den Verkauf auf CrowdFarming besteht darin, die Tore der Farm für die CrowdFarmer zu öffnen. Solche Besuche sind für beide Seiten sehr bereichernd und die Landwirte lieben es im Allgemeinen zu hören, wie die CrowdFarmer ihre Produkte genossen haben.

Essen ist eine der Freuden des Lebens, und wenn wir es bewusst tun, nimmt die innere Belohnung zu. Unser Wirtschaftsmodell basiert auf einer Formel, die wir „Win-Win-Winner genannt haben: Der Farmer gewinnt, die Gesellschaft gewinnt und gemeinsam schaffen wir es, die Umwelt zu verbessern.



Giovanna ist eine Kommunikationsexpertin. Ernährung, Landwirtschaft und nachhaltige Entwicklung gehören zu ihren Interessen und Fachgebieten. Sie ist außerdem eine leidenschaftliche Musikerin und liebt es, bei einem Glas Wein (möglichst aus Bordeaux) über verschiedene nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu diskutieren.

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